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Investitionen von 1,7 Milliarden Euro Digitalisierung des Versicherungsbetriebs nimmt Fahrt auf

Die Digitalisierung ist überall: Jetzt wollen sich auch mehr und mehr Versicherer diese Entwicklung bei internen Prozessen zunutze machen.
Die Digitalisierung ist überall: Jetzt wollen sich auch mehr und mehr Versicherer diese Entwicklung bei internen Prozessen zunutze machen. © dpa/picture alliance

Anbieter von Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Kfz-Versicherungen haben für die kommenden Jahre Milliardeninvestitionen in die Digitalisierung ihrer Prozesse geplant. Das zeigt eine aktuelle Studie. Danach wollen die 17 befragten Unternehmen in den nächsten fünf Jahren 2,7 Prozent ihrer jährlichen Beitragseinnahmen investieren.

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Versicherer in den Sparten SHUK (Sach-, Haftpflicht-, Unfall-, Kraftfahrtversicherung) haben für die kommenden fünf Jahre Investitionen von rund 1,7 Milliarden Euro in die Digitalisierung ihrer Prozesse vorgesehen, wie die aktuelle Digital Operations Studie 2016 des Beratungshauses EY Innovalue zeigt. Das sind 2,7 Prozent der jährlichen Beitragseinnahmen der 17 befragten Unternehmen.

„Digitalisierte Prozesse können im Versicherungsbetrieb zu hohen Effizienzsteigerungen führen. Dafür sind jedoch erhebliche Investitionen nötig sowie eine Bereitschaft der Mitarbeiter, sich auf diese neuen Prozesse einzulassen und sich ihnen anzupassen. Daran mangelt es in vielen Unternehmen“, sagt Stephan Maier von EY Innovalue. Nur in einem der 17 Unternehmen gebe es diese Bereitschaft, wie die Befragung der zugehörigen Manager zeigt.



Zwar ist die wahrgenommene Relevanz eines digitalen Schadenmanagements in den Unternehmen bereits angekommen, trotzdem hapert es noch sehr bei der Umsetzung. Tatsächlich wird bei 69 Prozent der befragten Unternehmen derzeit noch intern diskutiert, ob und wie Gutachten und Rechnungen überhaupt digital und automatisch geprüft werden können.

Bei der Deckungsprüfung diskutiert knapp die Hälfte der Unternehmen über eine Umsetzung. Mehr als ein Drittel halten sie noch für unnötig – obwohl sie ihr mehrheitlich für die Zukunft eine hohe Relevanz beimessen. Immerhin ein Drittel der befragten Unternehmen hat bei der Betrugsprüfung bereits Schritte zur digitalen Automatisierung umgesetzt oder tut das gerade.
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