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Interview zur Altersvorsorge „Frauen stellen die Weichen falsch“

Damit sich Frauen im Alter nicht finanziell sorgen müssen, sollten sie sich selbst um ihre Finanzangelegenheiten kümmern, so Finanzexpertin Helma Sick.
Damit sich Frauen im Alter nicht finanziell sorgen müssen, sollten sie sich selbst um ihre Finanzangelegenheiten kümmern, so Finanzexpertin Helma Sick. © dpa/picture alliance

Vor allem gut ausgebildete Frauen entscheiden sich oftmals bewusst dafür, Jahre lang weniger zu arbeiten. Zudem sorgen sie selbst meist nicht für ihren Ruhestand vor und verlassen sich immer noch auf ihre Männer. Das ist zumindest die Erfahrung, die Finanzberaterin Helma Sick immer wieder macht.

| , aktualisiert am 07.01.2019 14:24  Drucken

Die auf Frauen spezialisierte Finanzexpertin Helma Sick rät Frauen zu einem anderen Umgang mit Geld. Im Interview für die Initiative „7 Jahre länger“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sagt sie, Frauen sollen eher „unromantisch sein als später arm“. Bereits beim Kennenlernen und auf jeden Fall bei der Zukunftsplanung mit einem Mann sollte die Frau das Thema Altersvorsorge ansprechen, so Sick. Frauen müssten selbst Verantwortung für ihre finanzielle Situation übernehmen.

Geld sei dafür auch vorhanden, meint sie und argumentiert, dass es sich sonst kaum erklären lasse, dass in jeder Ecke ein Nagelstudio sei. Alleinerziehende und Geringverdiener spare sie dabei allerdings explizit aus. Hier sei das Sparen für das Alter nur sehr schwer möglich.

Die gut ausgebildeten Frauen jedoch, die sich bewusst entscheiden, jahrelang Teilzeit zu arbeiten, die Finanzangelegenheiten ganz in die Hände ihres Mannes zu legen und sich so finanziell von ihm abhängig zu machen, würden die Weichen in ihrem Leben falsch stellen. Sie würden oft gar nicht wissen, dass sie von Altersarmut betroffen sein werden.

Um hier ein Bewusstsein zu schaffen, würde Sick sich wünschen, dass sich Frauen vor dem Gespräch bezüglich der Familienplanung bei der Deutschen Rentenversicherung informieren, wie sich dort ein längerer Ausstieg aus dem Beruf auswirkt. Sie empfiehlt einen Ehe- oder Partnerschaftsvertrag. Dort könne alles geregelt werden. Außerdem sollten Frauen ihre Altersvorsorge eigenständig lösen. Das gehöre zur finanziellen Emanzipation. Ihr selbst sei es immer wichtig gewesen, ihr Leben selbst bestimmen zu können.

Das ganze Interview lesen Sie hier.

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