Helmut Hofmeier, Vorstand im Segment der Lebensversicherung der Continentale, im Gespräch mit Oliver Lepold am Rande des PKV-Forum 2017 in Köln. © Rupert Warren/Continentale Versicherungsverbund
  • Von Oliver Lepold
  • 21.09.2017 um 18:00
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„Im Rentenbezug braucht der Kunde Garantien“, ist Helmut Hofmeier überzeugt. Der Leben-Vorstand im Continentale Versicherungsverbund spricht mit Pfefferminzia über die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland, welche Folgen die Überprüfung des LVRG im nächsten Jahr haben könnte und warum sein Unternehmen „ganz klar auf den Vermittler als ersten Kunden“ setzt.

Pfefferminzia: 125 Jahre Continentale Lebensversicherung – was waren die größten Meilensteine?

Helmut Hofmeier: Da gibt es seit der Gründung als Pensionsverein 1892 in München viele. Das Organisationsabkommen 1952 mit der Volkswohl Krankenunterstützungskasse – der heutigen Continentale Krankenversicherung – ist der Ursprung unseres Versicherungsverbundes mit der Ausrichtung auf Nachhaltigkeit.

Mitte der 50er Jahre waren wir einer der ersten Versicherer, der mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) auf den Markt kam. Mitte der 70er Jahre folgte die selbstständige BU und 1994 die fondsgebundene Versicherung mit einem breiten Fondsportfolio. 2013 haben wir die Easy-Rente eingeführt, eine sehr einfache und flexible Rentenversicherung, die wir als klassische und als fondsgebundene Variante anbieten. Und nun haben wir seit 1. September 2017 die kapitalmarkteffiziente Klassik mit der Continentale Rente Classic Pro und der Rente Classic Balance. 

Vor welchen Herausforderungen steht die Assekuranz in den nächsten zehn Jahren?

Hofmeier: Inmitten der anhaltenden Niedrigzinsphase die vielen Verbraucherinformationen wie IDD oder PRIIPs erfolgreich umzusetzen und dabei sowohl die Substanz zu halten als auch weiterhin zu wachsen, ist eine Herausforderung für jeden Versicherer. In den nächsten fünf bis zehn Jahren sehe ich zwei Megatrends: Einerseits die Alterung der Gesellschaft mit vielen gesellschaftspolitischen Fragen, auf die die Assekuranz Antworten finden muss. Andererseits die zunehmende Menge an Daten, die uns zur Verfügung stehen. Welche Erkenntnisse gewinnt man daraus und wie sollte man sie sinnvoll verwerten? Wir müssen uns fragen, wie setzen wir das gegenüber Kunden und Vertriebspartnern um?

Haben Sie eine Devise, einen Leitgedanken?

Hofmeier: Die Continentale setzt klar auf den Vermittler als ersten Kunden. Wir stellen alle Prozesse so auf, dass er davon profitiert und damit seinen Kunden gut beraten kann. In den nächsten zehn Jahren wird in der Assekuranz wohl mehr passieren als in den letzten 30 Jahren. Erratische Aktionen sind dabei sinnlos, denn ein Versicherer muss Sicherheit ausstrahlen, für den Vertriebspartner und für die Endkunden. Sonst ist es nicht möglich, das Thema Altersvorsorge vernünftig anzugehen.

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Oliver Lepold

Oliver Lepold ist Dipl.-Wirtschaftsingenieur und freier Journalist für Themen rund um Finanzberatung und Vermögensverwaltung. Er schreibt regelmäßig für Das Investment, Pfefferminzia und private banking magazin.

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