Interview zu „grünen“ Versicherungen „Haushaltsgeräte können im Schadenfall zur höchsten Energieeffizienzklasse aufgewertet werden“

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Immer mehr Menschen wollen ihr Geld nicht mehr in Unternehmen oder Produkte stecken, die damit Atomenergie, Waffenhandel oder Raubbau an der Natur fördern. Darauf reagieren auch manche Versicherer. Wir sprachen mit Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia, über nachhaltige Versicherungsprodukte, was sie auszeichnet, ob sie teurer sind und warum Nachhaltigkeit generell eine Risikovorsorge darstellt.

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Sind weitere Produkte dieser Art geplant?

Ja, wir werden neue Produkte auf den Markt bringen beziehungsweise prüfen kontinuierlich, ob es Bedarf gibt, Versicherungsprodukte weiterzuentwickeln oder neu zu erfinden. Darüber hinaus können es aber auch Prozessoptimierungen sein, die zum Umweltschutz beitragen und gleichzeitig Kostenvorteile bringen. Seit über einem Jahrzehnt verfolgen wir die Idee des papierlosen Büros.

Die Online-Vertragsverwaltung unter www.meine-barmenia.de und auch die RechnungsApp tragen mit Hilfe unserer Kunden erheblich zur Papierreduzierung bei. Durch papierlose Prozesse konnten wir in den vergangenen beiden Jahren über 40 Prozent Papier einsparen, was auch eine CO2-Reduktion mit sich bringt.

Wie grün kann ein grünes Produkt aber tatsächlich sein? Muss man als Versicherer nicht doch irgendwann in „normale“ Anlagen gehen, etwa, wenn man in den Deckungsstock investiert, um Garantien darzustellen? Gibt es überhaupt genügend Auswahl an nachhaltigen Anlagen beispielsweise?

Verzichtet man auf Rendite, wenn man verantwortungsbewusst investiert? Im Gegenteil: Die Kapitalanlage bringt eher höhere Renditen. Das bestätigen auch Studien. Für uns ist es eine Frage der inneren Haltung – unseres Werteverständnisses. Hinzu kommt, dass wir durch unsere Ausschlusskriterien Risikovorsorge betreiben – bei der Sicherheit unserer Investitionen sowie für das Reputationsmanagement. Unternehmen und Staaten, die sich gegen die Gesellschaft stellen oder die Umwelt schädigen, sind zum Scheitern verurteilt und das wäre gleichbedeutend mit einem Investitionsausfall. Unsere Entscheidung verantwortungsbewusst zu investieren, wirkt also nachhaltig in die Zukunft – zum Wohle unserer Kunden.

Sind die „grünen“ Versicherungen teurer als „normale“?

Grüne, nachhaltige Produkte werden mit hohen Preisen verbunden. Das ist aber nicht der Fall. Zudem stellt sich für den Kunden, der Wert auf diese bestimmten Qualitätsmerkmale legt, diese Frage eigentlich nicht. Diejenigen, die ein nachhaltiges, grünes Versicherungsprodukt nachfragen, tun dies, weil sie die Nachhaltigkeit leben und sich wissentlich dafür entschieden haben, mit diesem Kauf Prinzipien wie soziales Verantwortungsbewusstsein, Umweltbewusstsein oder eine nachhaltige, ethisch und ökologisch korrekte Anlagepolitik zu unterstützen.

Pfefferminzia-Zukunftstag 2019

Durchblick – der zweite Zukunftstag für Versicherungsprofis fand dieses Mal am 21. Mai in Köln statt. Hoch über den Dächern der Rhein-Metropole tauschten sich rund 100 Teilnehmer mit namhaften Referenten und Ausstellern über Zukunftsthemen in der Assekuranz aus. Verschaffen Sie sich hier einen Eindruck von der Veranstaltung.

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