GKV – neue Chancen für Makler› zur Themenübersicht

Interview mit TK-Chef Jens Baas „Wir brauchen einen einheitlichen Versicherungsmarkt“

Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse: Die Tage der privaten Krankenversicherung hält er für gezählt.
Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse: Die Tage der privaten Krankenversicherung hält er für gezählt. © TK

Ein einheitliches Arzthonorarsystem in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung? Davon hälft Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse (TK), nicht allzu viel. Zu teuer. Man müsse vorher einen einheitlichen Versicherungsmarkt schaffen, meint er, dann könnte das funktionieren. Die Tage der PKV hält er für gezählt: „Die lebt nicht mehr lange“, sagt er im Interview.

| , aktualisiert am 02.03.2018 11:36  Drucken

Von einem Zwei-Klassen-System in der Krankenversicherung in Deutschland will Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse (TK), nichts wissen. Kassenpatienten seien hierzulange „erstklassig versorgt“, sagt er in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau. Klar gebe es die Möglichkeit, sich „medizinische Leistungen on top“ kaufen zu können, wenn man das entsprechende Einkommen habe. Baas: „Hier reden wir aber eher von zusätzlichem Luxus, wie dem Einzelzimmer im Krankenhaus.“

Derzeit werden in Deutschland eine Neiddebatte zwischen gesetzlich und privat Versicherten geschürt, so der TK-Chef weiter. „Das Grundproblem ist, dass sich die Gutverdiener einfach aus dem Solidarsystem verabschieden können. So kann es nicht bleiben. Deshalb brauchen wir einen einheitlichen Versicherungsmarkt“, so Baas.

Ein einheitliches Honorarsystem für GKV und PKV hält der Krankenkassen-Chef für wenig zielführend. Das würde die Beitragszahler mindestens 6 Milliarden Euro mehr kosten. Und der Beitrag müsste um bis zu 0,5 Prozentpunkte steigen, erklärt er in dem Interview mit der Frankfurter Rundschau weiter. „Das ist der völlig falsche Weg“, sagt Baas. „Erst müssen alle in ein einheitliches System, dann kann man die Honorare angleichen. Das ist kostenneutral.“

Die Idee der Öffnung der gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte hält Baas prinzipiell für gut, „aber es muss richtig gemacht werden“, so der TK-Chef. Heißt: Solange es die PKV noch gebe, sollten alle Beamten gesetzlich versichert sein. Nur die Gutverdiener sollten in die Private wechseln dürfen. Baas: „Das würde ich aber keinem empfehlen. Denn die lebt nicht mehr lange.“

Geld sparen und Mitarbeiter binden
Werbung

Mehr Zusatzleistungen etwa beim Zahnersatz oder für eine neue Brille oder ein höheres Nettogehalt – damit können Unternehmer ihre Mitarbeiter binden. Wie das nicht gleich mehr Geld kosten muss, zeigen wir Ihnen hier.

Privatärztliche Leistungen in der GKV
Werbung

Sterne

Privatärztliche Leistungen ohne die GKV zu verlassen – wie funktioniert denn das? Erfahren Sie hier mehr über die Wahltarife der Knappschaft und die Vorteile für Ihre Kunden!

Wo können Makler die Wahltarife kennenlernen?
Werbung

Ihr Kunde möchte in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben und gleichzeitig die Vorteile eines Privatversicherten nutzen? Mit den Wahltarifen der Knappschaft geht’s.

Jetzt kennenlernen

Termine und Workshops