Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Interview mit Mark Ortmann „Garantien waren schon immer Renditekiller“

Mark Ortmann ist Chef des Instituts für Transparenz
Mark Ortmann ist Chef des Instituts für Transparenz © ITA

Der Höchstrechnungszins in der Lebensversicherung wird wohl weiter sinken. Laut Plänen des Bundesfinanzministeriums von jetzt 1,25 auf dann 0,9 Prozent zum 1. Januar 2017. Grund genug sich mal grundsätzlich über das Thema Garantien zu unterhalten. Drei Fragen an Mark Ortmann, Gründer und Geschäftsführer des Instituts für Transparenz ITA.

|  Drucken
Pfefferminzia: Inwiefern beeinflusst der wahrscheinlich weiter sinkende Garantiezins Garantien bei den diversen Altersvorsorgeprodukten?

Mark Ortmann: Garantien sind angesichts der niedrigen Zinsen schlicht zu teuer. Schon immer waren Garantien Renditekiller. Aber heute kämpfen Versicherer mit den niedrigen Zinsen, um nur die Beiträge zu garantieren. Das ergibt doch für Anleger keinen Sinn. Daher sollte man endlich auch das Erfordernis von Garantien bei staatlich geförderten Produkten aufgeben.


Welches Garantiemodell hat sich angesichts des anhaltenden Niedrigzinsniveaus und vor dem Hintergrund von Solvency II überlebt?

Alle Garantiemodelle, bei denen zumindest eine Beitragsgarantie gegeben wird, stehen unter Beobachtung. Eine weitere Senkung der Kosten dürfte bei vielen Versicherern unumgänglich sein, um weiter Beitragsgarantien bieten zu können. Die rein klassische Police dürfte endgültig erledigt sein.
Werbung

Welche Art Sicherungsnetz könnte jetzt Aufwind bekommen?

Für zukunftsweisend halte ich Anlagestrategien, die Verluste vermeiden wollen, ohne dass dabei harte Garantien ausgesprochen werden. Es werden klare und realistische Ziele für eine Wertsicherung definiert. Es wird alles daran gesetzt, diese Ziele einzuhalten. Aber im schlimmsten Fall kann es auch dazu kommen, dass ein Ziel auch mal nicht erreicht wird. Dieser Ansatz würde dem Manager mehr Anlagefreiheiten geben und damit dem Kunden höhere Chancen auf Renditen bieten.
Standard Life bleibt Standard Life
Werbung

Obwohl Standard Life jetzt offiziell der Phoenix Gruppe angehört, wird sich für die deutschen und österreichischen Vertriebspartner und Kunden des Versicherers in Zukunft nichts ändern.

Im Video-Interview spricht Susan McInnes, Vorstandsvorsitzende der Standard Life Versicherung, über ihre Pläne und die Details der strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe.

Vorsorgen mal anders
Werbung

Wer spart, denkt oftmals an Tagesgeldkonten, Aktieninvestments oder gar Sparschweine. Doch man kann auch anders vorsorgen: indem man die eigene Person zur Marke macht. Das kann natürlich nicht jeder.

Lesen Sie hier wie Christiano Ronaldo es seit dem Kindheitsalter perfektioniert hat, in sich selbst zu investieren - und damit die beste Vorsorge für die eigene Zukunft zu treffen.

Offizielle Stellungnahme zu den Brexit-Plänen
Lohnlücke zwischen Frauen- und Männerfußball: Topgehälter versus Hungerlohn
Der GARS – Rückblick und Ausblick