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Christian Schommers (rechts) hat zusammen mit Mehmet Göker dessen Biografie geschrieben. © Finanzbuchverlag / Christian Schommers
  • Von Redaktion
  • 09.09.2015 um 08:31, aktualisiert am 09.09.2015 um 09:36
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Seit vergangener Woche ist die Autobiografie „Die Wahnsinnskarriere von Mehmet Göker: Vom Migrantenkind zum Millionär – Aufstieg, Fall und Comeback des Powerverkäufers“ auf dem deutschen Markt zu haben. Wie ist der Gründer und Ex-Chef der MEG AG, hat er vor irgendwas Angst und wie blickt er auf die Geschehnisse von damals zurück? Wir haben einen…

Machen ihm die noch offenen Verfahren zu schaffen?

Schommers: Sorge im eigentlichen Sinne hat er jetzt in der Türkei nicht, denn die Türkei liefert ja nicht aus. Natürlich will er auf Dauer auch die letzten Verfahren noch abschließen, weil er gerne irgendwann die Möglichkeit hätte, nach Deutschland zurückzukehren. Er vermisst Deutschland schon.

Was denn konkret?

Schommers: Ganz profane Dinge wie den Weihnachtsmarkt oder eine gute deutsche Bratwurst oder das Kino. Er fühlt sich in der Türkei wohl, aber es ist schon eine Einschränkung, wenn man nicht mehr nach Deutschland zurückkann.

Also schmuggelt er sich nicht manchmal mit Perücke ins Land rein?

Schommers: Nicht, dass ich wüsste (lacht). Das wäre zu riskant.

Interessiert es ihn, was hier in Deutschland über ihn geschrieben wird?

Schommers: Ja, absolut. Er schaut regelmäßig in die sozialen Netzwerke und liest auch die lokale Berichterstattung aus Kassel.

Hat ein Mehmet Göker Angst vor irgendetwas?

Schommers: Ihn beschäftigt seine mittelfristige Zukunft. Laufen die Geschäfte in der Türkei dauerhaft so gut, dass er seinen Lebensstandard halten kann, was ist mit den offenen Verfahren? Also ganz klassische existenzielle Fragen. Er ist aber auch ein eitler Mensch. Ihn treibt es schon um, wie er diesen Imageverlust wieder gedreht bekommen könnte, sodass er vielleicht doch mal wieder in Deutschland arbeiten kann.

Haben Sie eine Lieblingsstelle im Buch?

Schommers:  Eine Lieblingsstelle zu beschreiben, fällt mir schwer, weil das Buch insgesamt einen guten Fluss hat, finde ich. Es liest sich wie ein Spielfilm im Printformat. Wenn man einmal anfängt, wird man gut unterhalten und bleibt dran.

Ist Mehmet Göker interessanter als Boris Becker?

Schommers: Die beiden Herren würde ich nur ungern vergleichen wollen. Beide sind interessant. Beide sind in ihrem jeweiligen Bereich Alphatiere, die polarisieren, die Ecken und Kanten haben, die Höhen und Tiefen erlebt haben. Sowas finde ich immer spannender, als wenn es eine einzige Lobhudelei auf ein Leben wäre.

Christian Schommers ist Bestsellerautor (Boris Becker „Das Leben ist kein Spiel“), Journalist, Kolumnist, Medien- und Kommunikationsberater. Der 43-jährige lebt in Hamburg.

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