Eine Inhaltsversicherung lohnt sich für jeden Gewerbetreibenden. © Panthermedia
  • Von Manila Klafack
  • 18.02.2020 um 13:42
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Private Haushalte sichern ihr Hab und Gut über die Hausratversicherung ab. Für Unternehmen aller Art ist das Pendant dazu die Geschäftsinhaltsversicherung. Lesen Sie hier, was konkret darüber abgesichert wird.

Drei Viertel der Deutschen haben eine Hausratversicherung. Damit sichern sie zum Beispiel Möbel, Kleidung und Elektrogeräte gegen den Verlust durch Feuer, Leitungswasserschäden oder Einbruch ab. Das zeigt eine Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Mit dieser Quote von 75 Prozent liegt die Hausratversicherung hinter der Haftpflichtversicherung auf Platz 2 bei den Versicherungen in deutschen Haushalten.

Für wen ist die Inhaltsversicherung wichtig?

Genauso wichtig wie im privaten Bereich die Hausratversicherung, ist im beruflichen Umfeld die Geschäftsinhaltsversicherung, auch Inhaltsversicherung, Betriebsinhalts-, Sachinhalts-, Inventarversicherung und Gewerbeinhaltsversicherung genannt. Sie sichert die eigenen, gemieteten oder geleasten Vermögensgegenstände wie Betriebseinrichtungen, Waren und Vorräte ab.

Eine solche Police ist besonders dann wichtig, wenn zu einem Unternehmen teure Ausstattungen gehören und wenig Kapital zur Deckung von Schäden vorhanden ist. Grundsätzlich empfiehlt sich die Versicherung daher für jeden Selbstständigen, für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für Freiberufler.

Was ist bei der Inhaltsversicherung versichert?

Versichert sind die beweglichen Sachen des Betriebsvermögens eines Unternehmens. Dazu gehören technische Einrichtungen mit Maschinen und Werkzeugen. Ebenso kaufmännische Betriebseinrichtungen wie Schreibtische, Büromöbel, Computer, Drucker und Ähnliches. Allerdings ist es bei einer Inhaltsversicherung wichtig, den Schutz nicht allein auf die materiellen Werte eines Unternehmens zu beschränken. Denn beschädigte oder verloren gegangene Unterlagen und Daten sind für den Geschäftsbetrieb ebenfalls von großer Bedeutung und stellen einen entsprechenden Wert dar. Sie sollten daher in den Versicherungsschutz aufgenommen werden.

Wann leistet die Inhaltsversicherung?

Werden Maschinen, Waren oder eben die Einrichtung eines Unternehmens durch Feuer, Sturm und Hagel, durch einen Einbruch oder aufgrund eines Leitungswasserschadens in Mitleidenschaft gezogen, übernimmt die Inhaltsversicherung die Kosten, die für die Wiederbeschaffung entstehen. Immer enthalten ist ein passiver Rechtsschutz, der prüft, ob nicht ein Verursacher für den Schaden verantwortlich zu machen ist. Sollte sich ein Fremdverschulden herausstellen, muss dort der Schaden ersetzt werden.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Für die Höhe der Versicherungssumme ist der Wiederbeschaffungswert entscheidend. Als Grundlage dafür dient der Wert des Anlagevermögens sowie des Umlaufvermögens. Allerdings gilt nicht der buchhalterische Betrag als maßgeblich, sondern der Wiederbeschaffungswert. Der liegt meist deutlich über dem, der in den Büchern vermerkt ist. Ratsam ist für den Versicherungsnehmer, die Versicherungssumme eher etwas höher anzusetzen als zu niedrig. Eine Unterversicherung kann schnell zu einer existenzbedrohenden Situation für das Unternehmen führen.

Welcher Zusatzbaustein ist sinnvoll?

Manchmal stellt sich der entstandene Schaden als so groß heraus, dass, selbst wenn er vom Versicherer sofort reguliert werden würde, die Geschäftstätigkeit für die Zeit der Schadenbehebung unterbrochen ist. Aufträge können nicht ausgeführt und Waren nicht ausgeliefert werden. Für den Unternehmer stellt das ein zusätzliches Ausfall-Risiko dar.

Der Baustein der Betriebsunterbrechung kann daher eine zusätzliche Absicherung für solch eine Situationen bieten. Größere Unternehmen müssen jedoch meist einen separaten Versicherungsvertrag dafür abschließen. Dort liegt die Höhe des möglichen Schadens in der Regel über dem, der mitversichert werden kann.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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