Infinus Räume von Ergo und Gothaer durchsucht

Im Rahmen der Ermittlungen um Infinus hat die Staatsanwaltschaft Dresden Geschäftsräume der Versicherer Ergo und Gothaer durchsuchen lassen. Die betroffenen Gesellschaften betonen, dass sie lediglich Zeugen in dem Verfahren seien und keine Beschuldigten.

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Am Donnerstag nahmen Ermittler im Rahmen des Infinus-Skandals die Zentralen der Ergo in Düsseldorf und der Gothaer in Köln unter die Lupe, berichtet das Handelsblatt. Die Staatsanwaltschaft Dresden habe die Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Einzelheiten seien bisher nicht bekannt.

Sprecher beider Versicherungen erklärten gegenüber dem Blatt, die Unternehmen seien Zeugen und keine Beschuldigten. Sie hätten in vollem Umfang mit den Behörden zusammengearbeitet.

Bereits im März forderte die Staatsanwaltschaft Auskünfte von der Ergo, nachdem bekannt wurde, dass seit 1990 Geschäftsbeziehungen zwischen zwei Ergo-Töchtern und Unternehmen aus der Infinus-Gruppe bestanden. Zuvor hatten die Ermittler die Gothaer ins Visier genommen. Seit 2009 sollen Infinus-Unternehmen eine Summe von 19 Millionen Euro an die Gothaer gezahlt haben. Im Gegenzug soll die Versicherung Vermittlungsprovisionen an die Infinus-Gruppe überwiesen haben.

Anfang November 2013 führte die Polizei eine Razzia beim Finanzdienstleister Infinus durch und nahm mehrere Manager wegen Betruges und der Schädigung von Anlegern fest. Einige Wochen später gab es Spekulationen über mit Policen aufgehübschte Bilanzen und ein Schneeballsystem.

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