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Immer weniger PKV-Vollversicherte Diese Versicherer trotzen dem Trend

Die Debeka-Hauptverwaltung in Koblenz: Deutschlands größter Krankenversicherer konnte laut aktueller Zahlen der Bundesregierung seinen Krankenvollversichertenbestand zwischen 2010 und 2016 kräftig ausbauen.
Die Debeka-Hauptverwaltung in Koblenz: Deutschlands größter Krankenversicherer konnte laut aktueller Zahlen der Bundesregierung seinen Krankenvollversichertenbestand zwischen 2010 und 2016 kräftig ausbauen. © Debeka

Die private Krankenversicherung (PKV) hat binnen sechs Jahren gut 300.000 PKV-Vollversicherte weniger auf sich vereinigt. Laut Zahlen der Bundesregierung sank die Zahl der Versicherten in der privaten Krankenvollversicherung zwischen 2010 und 2016 von rund 8,92 Millionen auf 8,63 Millionen. Welche Anbieter gegen den Trend zulegen konnten und wer besonders hohe Mitgliedereinbußen zu verzeichnen hatte, erfahren Sie hier.

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Erwartungsgemäß mussten die privaten Krankenversicherer in den vergangenen Jahren einen Netto-Verlust bei der Zahl der Vollversicherten hinnehmen.

Laut Bundesfinanzministerium sank die Zahl der privat Vollversicherten von rund 8,92 Millionen in 2010 auf 8,63 Millionen in 2016. Die Zahlen finden sich in der Bundestagsdrucksache 19/746, die das Ministerium aufgrund einer kleinen Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg erstellen ließ.

Eigentlich wollte Weinberg über seine Anfrage auch an Branchenzahlen kommen, die bisher geheim sind: So ist beispielsweise nicht bekannt, wie hoch der erwirtschaftete Überzins bei den einzelnen Versicherern ausfällt. Zahlen zur Höhe des Überzinses sind in der Drucksache zwar erhalten, allerdings nur in anonymisierter Form. „Die Höhe des Überzinses gehört zu den durch Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) geschützten Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen der PKV-Unternehmen“, heißt es zur Begründung.

Derartig sensible Informationen im Detail zu erfahren, ist lediglich Abgeordneten gestattet und das auch nur, wenn sie sich in die Geheimschutzstelle des Bundestages begeben – Kopien, Fotografien oder Notizen anzufertigen, sind tabu. Bei Linken-Abgeordneten Weinberg führt diese Regelung zu Verdruss: „Wir werden prüfen, ob die Öffentlichkeit nicht doch das Recht hat, noch mehr zu erfahren, wie es den Versicherungen geht, denen sie ihr Geld und ihre Gesundheit anvertrauen“, kündigte Weinberg gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland an.

Debeka legte zu, Aderlass bei DKV und Allianz

Einige spannende Aussagen lassen sich dem Papier aber dann doch entlocken – zum Beispiel im Hinblick auf die Kundenentwicklung bei den Vollversicherten in den jeweiligen Unternehmen:   

Branchenprimus Debeka konnte seine Mitgliederzahl von 2010 bis 2016 kontinuierlich von zunächst 2,149 Millionen auf zuletzt 2,336 Millionen steigern, während zugleich über alle 36 Unternehmen hinweg betrachtet ein Netto-Verlust von rund 300.000 Mitgliedern zu Buche stand.

Zu den Wachstumsvertretern kann sich auch die Huk-Coburg Krankenversicherung zählen, die ihre Mitgliederzahl von anfänglich 374.000 auf 411.000 in 2016 ausbauen konnte. Auch bei Axa und der Signal verlief der Gesamttrend positiv.

Auf der Verliererseite finden sich allen voran die DKV (von 911.300 auf 795.600) und die Allianz private Krankenversicherung (694.000 auf 618.300) wieder.

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