Honorarberatung 5.500 Euro reichen aus

Am Freitag tritt das Honoraranlageberatungsgesetz in Kraft. Doch ab welcher Summe lohnt es sich für Anleger, ein Beratungshonorar statt Provisionen zu zahlen? Die Verbraucher-Webseite Finanztip rechnete nach.

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Die Honorarberatung lohne sich nur für Menschen, die sehr große Summen anlegen wollen, so das gängige Vorurteil. Denn die Kunden, die sich gegen ein vorher festgelegtes Honorar beraten lassen, sparen zwar Provisionen und bekommen auch eher kostengünstigere Produkte wie beispielsweise ETFs empfohlen. Doch die Zeit, die sich der Finanzdienstleister für den Kunden nimmt, hat auch ihren Preis – den die Kunden in diesem Fall unabhängig vom gekauften Produkt zahlen müssen.

Nun rechneten Mitarbeiter der Verbraucher-Webseite Finanztip, ab welcher Anlagesumme die eingesparten Provisionen und weitere Kosten das Beratungshonorar übersteigen. Für ihre Berechnungen legten sie ein Honorar von 600 Euro zugrunde – das entspricht laut Finanztip etwa vier Stunden Beratung. Das Ergebnis: Im Schnitt lohnt sich eine Honorarberatung ab einem Anlagebetrag von mehr als 5.500 Euro, wenn der Honorarberater statt des teuren Fonds mit Provision einen vergleichbaren kostengünstigen Indexfonds empfiehlt. Dabei haben die Analysten Anlagezeiträume von fünf, zehn und 20 Jahren untersucht und eine Rendite von fünf Prozent pro Jahr zu Grunde gelegt.

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