11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Hohe Investitionen erforderlich So sieht der Vermittler 2020 aus

Das japanisch Sicherheitsunternehmen Central Security Patrol stellt den Wachmann der Zukunft vor. Wie der Versicherungsvermittler in ein paar Jahren aussehen wird, darüber diskutierten jetzt Marktexperten.
Das japanisch Sicherheitsunternehmen Central Security Patrol stellt den Wachmann der Zukunft vor. Wie der Versicherungsvermittler in ein paar Jahren aussehen wird, darüber diskutierten jetzt Marktexperten. © Getty Images

Die Anforderungen steigen, das Geld wird knapper: Wie Versicherungsvermittler auf die Änderungen im Vertriebsmarkt reagieren müssen und wie das Berufsbild des erfolgreichen Vermittlers im Jahr 2020 aussehen wird, haben Experten in einem Roundtable diskutiert.

|  Drucken
Der Vermittler 2020 ist hochqualifizierter und digital vernetzter Partner seiner Kunden; er kann über ein umfassendes Spektrum von Versicherungen und Finanzanlagen detailliert Auskunft geben und ihnen mit zielgruppenspezifischem Fachwissen langfristig beratend zur Seite stehen.

Dieses Bild skizzierten Christian Mylius, Geschäftsführer von Innovalue, Franz-Josef Rosemeyer, Vorstand der A.S.I. Wirtschaftsberatung, und Bernd Felske, Vertriebsvorstand der Generali Versicherungen, bei einem Presse-Roundtable der Kommunikationsberatung Instinctif Partners in Frankfurt.

Danach werden Vermittler ihre Geschäftsmodelle digitalisieren müssen, um die Kunden nicht zu verlieren. Denn diese verändern zunehmend ihr Informations- und Kaufverhalten. Der „Vermittler 2020“ muss sich außerdem auf eine steigende Qualifizierung einstellen: „Das Paragraf-34-Alphabet ist zu produktbezogen ausgerichtet und wird den Anforderungen an eine ganzheitliche bedarfsbezogene Beratung nicht gerecht“, so A.S-I.-Chef Franz-Josef Rosemeyer. Er fordert ein einheitliches und auf höhere Beratungsqualität ausgerichtetes Berufsbild und eine ganzheitlich orientierte Ausbildung. Rosemeyer erwartet, dass die steigenden Ansprüche an die Berater zum Marktaustritt vieler Versicherungsvermittler führen werden.

Mit Bewegung im Vermittlermarkt rechnen die Experten auch aus anderen Gründen: „Der Gesetzgeber erwartet von Vertriebsorganisationen, dass sie einen möglichen Interessenkonflikt der Berater zwischen zu erzielender Abschlussprovision und dem spezifischen Kundeninteresse im Vergütungssystem ausschließen. Dennoch ist und bleibt die persönliche Beratung die fundamentale Grundlage für den Verkauf von Altersvorsorgeprodukten, da eine individuelle Bedarfsanalyse im Vorwege unerlässlich ist“, so Generali-Vertriebsvorstand Felske.

Erhöhte Anforderungen durch Regulierung und Digitalisierung verschärften das ohnehin schon bestehende Nachwuchsproblem der Vermittlerbranche. Vertriebsorganisationen müssten noch mehr in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren und den Nutzen langfristiger Betreuung für den Kunden deutlich sichtbar machen.

„Die Geschäftsmodelle für den Versicherungs- und Finanzvertrieb der Zukunft müssen für ständig steigende Qualitätsansprüche offen sein, regulatorische Anforderungen professionell umsetzen und digitale Trends kundenorientiert in den Prozessen berücksichtigen“, so Mylius. Um sich als Vertrieb zukunftsfähig aufzustellen, seien daher erhebliche Investitionen erforderlich. Mit dem zu erwartenden Rückgang der Vermittlerzahl eröffneten sich dann auch neue Perspektiven für Qualitätsvertriebe. „Nur wer sich ständig verbessert, kann im Markt auch dauerhaft bestehen“, so Felske.
Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 15 Uhr

Jetzt anmelden!

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.