Hilfe bei der Produktwahl „Verabschieden Sie sich auch gleich von den Tests in Finanztest & Co.“

Sven Hennig ist Versicherungsmakler aus Bergen auf Rügen.
Sven Hennig ist Versicherungsmakler aus Bergen auf Rügen. © privat

Versicherungsmakler Sven Hennig leistet in seinem Blog Hilfestellung, wie man zu den passenden Tarifen in der PKV, der Pflege und der BU findet. Abstand nehmen sollten Kunden dabei von Produkttests, so Hennig. „Da gewinnen irgendwie immer die gleichen Tarife.“

| , aktualisiert am 31.05.2016 12:51  Drucken
Wer sich für eine private Krankenversicherung entschieden hat, steht vor dem Problem, die richtige Gesellschaft und den passenden Tarif zu finden. Dabei geht es nicht darum, was generell richtig oder falsch ist, sondern vielmehr um sehr individuelle Kriterien und die persönlichen Bedürfnisse, die der Tarif erfüllen muss, so argumentiert Makler Sven Hennig auf seiner Seite. Dass sich die Betroffenen bei ihrer Wahl vor allem auf die Empfehlungen ihrer Freunde, Kollegen und Bekannten verlassen, versteht Hennig jedoch nicht. „Ein Auto kauft man doch auch nicht, weil der Nachbar auch so eins hat oder ein Haus, weil gerade ein Kollege unter die Immobilienbesitzer gegangen ist.“



Den persönlich passenden Tarif zu finden, das genau sei schließlich die Aufgabe einer ausführlichen Beratung. Herauszufinden, welche Bereiche wichtig sind, und welche Kriterien erfüllt sein müssen, das ist das Ziel. Einen Anzug von der Stange in einem Kaufhaus zu kaufen, sei einfach, passend machen lässt er sich besser in einem Geschäft, in dem der Chef seine Kunden persönlich mit Leib und Seele individuell berät.

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Dasselbe gelte, so Hennig, für die private Kranken-, Pflege- oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine Auswahl ist dort auch wichtig. Das Kaufhaus ist wie der Testbericht in einer Zeitschrift. Klar könne der sagen, was ein Tarif kostet, er kann auch einige Leistungen aufzählen und den Namen des Herstellers (also der Gesellschaft) nennen. Das ist nur nicht passend für jeden. Nicht weil der Tarif schlecht ist, sondern weil er nicht passt.

Doch gerade wenn jemand sagt, er sei zufrieden, sollte man nachfragen. „Fragen Sie womit, welche Leistungen es gab, ob er schon berufsunfähig war oder ist. Wie soll jemand beurteilen ob ein Versicherer gut ist, nur weil dieser es schafft monatlich die Prämien pünktlich abzubuchen?“ Ein Unternehmen sei nicht schlecht, wenn es nicht mehr leistet als es auch versichert hat. Ein Tarif, der nur die Hälfte eines anderen kostet, könne auch nicht so hochwertig sein. Auch wenn nur der Preis eine Rolle spielt. Hennig sagt: „Wenn ich einen Kleinwagen kaufe und die Extras einer Luxuskarosse erwarte, dann passt da was nicht zusammen und führt vielleicht zu Unzufriedenheit“.

Streng urteilt Hennig über Testberichte, die Tarife der Versicherer nach bestimmten Kriterien bewerten. Da würden Tarife empfohlen, die Leistungen aus seinem Anforderungsprofil nicht ansatzweise anböten, kritisiert der Makler, es würden ohnehin immer die gleichen Tarife gewinnen.
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