Haftungsfall Immobilienbesitzer Diese Versicherungen brauchen Eigentümer und Vermieter

Kommt es auf dem Grundstück oder am Haus zu einem Unfall oder einem Schaden, greift die Haftpflichtversicherung.
Kommt es auf dem Grundstück oder am Haus zu einem Unfall oder einem Schaden, greift die Haftpflichtversicherung. © Getty Images

Wer eine Immobilie besitzt, ist für die Sicherheit rund um sein Eigentum verantwortlich. Kommt es auf dem Grundstück oder am Haus zu einem Unfall oder einem Schaden, haftet der Eigenheimbesitzer. Wer welchen Schutz braucht, hat der Finanzdienstleister Dr. Klein zusammengetragen.

| , aktualisiert am 05.02.2016 17:10  Drucken
Eine Haftpflichtversicherung ist für Immobilienbesitzer danach unerlässlich. Denn sie kommt auf, sollte es rund um das Haus zu Schäden kommen. „Zu einem Unfall kann es schnell kommen: Ein Fußgänger bricht sich bei Glatteis vor dem Haus ein Bein, ein Besucher rutscht auf dem frisch gewienerten Küchenboden aus oder ein vom Sturm heruntergewehter Dachziegel trifft auf ein Auto – oder gar einen Menschen“, so Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher beim Finanzdienstleister Dr. Klein & Co. Schadenersatzansprüche können Geschädigte beim Immobilieneigentümer geltend machen. Für Eigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, reiche eine private Haftpflichtversicherung aus. Sie übernehme die Regulierung des Schadens und zahle die Schadensersatzansprüche. Da Hauseigentümer für Sach- und Personenschäden unbegrenzt haften, sollten sie beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung auf eine ausreichend hohe Deckung achten, empfiehlt das Unternehmen. Eine Versicherungssumme von mindestens 5 Millionen Euro sei hier empfehlenswert.

Eigentümer, die ihre Immobilie vermieten, brauchen hingegen eine andere Absicherung. Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung deckt Risiken wie eine private Haftpflichtversicherung, ist aber speziell auf Vermieter abgestimmt. Auch hier ist eine Deckungssumme von mindestens 5 Millionen Euro zu empfehlen. „Vorsicht übrigens auch, wenn eine Einliegerwohnung in einer sonst selbstgenutzten Immobilie vermietet wird,“ so Gawarecki. Da dieser Teil des Hauses dann nicht mehr zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird, würden private Haftpflichtversicherungen hier nicht immer zahlen. Somit sei ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen obligatorisch – oder eben eine zusätzliche Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

Auch hierbei können aber bestimmte Schäden ausgeschlossen sein, etwa Umweltschäden durch leckende Öltanks. Deshalb lohnt ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen oder eine Beratung durch einen Versicherungsexperten.
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