Häusliche Pflege Patientenschützer fordern Ausweitung des Sofortprogramms

Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.
Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. © dpa/picture alliance

Nicht nur in der stationären auch bei der ambulanten Pflege ist der Personalmangel groß – ein von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgestelltes Sofortprogramm soll die prekäre Lage verbessern. Der Deutschen Stiftung Patientenschutz geht das jedoch nicht weit genug, wie Vorstand Eugen Brysch gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung klarmachte.

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Bundesweit fehlt Personal bei den ambulanten Pflegediensten. „Immer mehr der 13.300 ambulanten Pflegedienste in Deutschland finden keine neuen Mitarbeiter. So müssen Pflegebedürftige abgewiesen oder bestehende Verträge gekündigt werden“, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Damit erodiere das deutsche Pflegesystem, das auf das Prinzip setze, ambulante Pflege der stationären vorzuziehen. Leidtragende seien die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen. „Wenn Bundesgesundheitsminister Spahn wirklich verstanden hat, muss er sein Sofortprogramm bei der häuslichen Pflege deutlich ausbauen. Wichtigste Maßnahme ist, die Leistungen der Pflegeversicherung für professionelle Pflege um 500 Euro zu erhöhen“, machte Brysch demnach deutlich.

Nur so könnten die Pflegebedürftigen Dienste bezahlen, die ihre Mitarbeiter dann auch anständig entlohnen. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert in diesem Zusammenhang auch eine angemessenere Honorierung der Wegezeiten. Ebenso gelte es, den Wiedereinstieg in den Pflegeberuf, gerade im ambulanten Bereich, mit dem Sofortprogramm zu fördern.

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