Hacker manipulieren Corvette Warum Telematik-Tarife lebensgefährlich sein können

Corvette Z06 auf der The North American International Auto Show in Detroit, Michigan, im Januar 2015
Corvette Z06 auf der The North American International Auto Show in Detroit, Michigan, im Januar 2015 © Getty Images

Lassen sich Autofahrer auf einen Telematik-Tarif ihres Kfz-Versicherers ein, verkaufen sie ihre Anonymität für ein paar Euro Ersparnis beim Policen-Beitrag. Ob man sich wirklich zum gläsernen Kunden machen sollte, ist schon aus Datenschutzgründen fraglich. Dass die neuen Tarife auch lebensgefährlich sein können, haben jetzt IT-Spezialisten bewiesen.

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An einer Chevrolet Corvette haben US-Hacker jetzt getestet, welche Sicherheitslücken Telematik-Geräte haben. Das Einklinken in die Funkbox ist demnach denkbar einfach, denn die IT-Experten konnten das Gerät mal eben bequem via SMS manipulieren und so Scheibenwischer und vor allem Bremsen des Sportflitzers bedienen.

Technisch möglich soll die Aktion gewesen sein, weil die Telematik-Box an das On-Board-Diagnose-System des Wagens angeschlossen war. Der Zugriff erfolgte über eine Sim-Karte, mit der der US-Versicherer Metromile das Gerät ausgestattet hatte. Das berichtet das US-Magazin Wired.

Das alarmierende an dem Versuch: Laut der Hacker-Gruppe soll es das Manipulationsrisiko bei jedem Auto geben.

In Deutschland bieten unter anderem die Versicherer Sijox und Signal Iduna Telematik-Tarife an. Laut Spiegel-Online sollen diese Anbieter jedoch keine Sim-Karten einsetzen. Einen Zugriff von außen halten sie deshalb für nicht möglich.



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