Gut für Kunden, schlecht für Gewinne LBS rechnet mit jahrelangen Null-Zinsen

Franz Wirnhier ist Vorstandsvorsitzender der Landesbausparkasse Bayern.
Franz Wirnhier ist Vorstandsvorsitzender der Landesbausparkasse Bayern. © LBS

Die Landesbausparkasse Bayern stellt sich darauf ein, dass die Zinsen auf Jahre abgeschafft bleiben. Das ist einerseits gut, so läuft etwa das Geschäft mit Bausparverträgen bei der Bausparkasse gerade sehr gut, andererseits aber auch schlecht, weil die Gewinne schrumpfen.

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Auf diesen Zusammenhang wies Franz Wirnhier, Vorstandschef der Landesbausparkasse Bayern, auf der Bilanzpressekonferenz des Instituts hin. Für 2015 meldet die Bausparkasse einen Jahresüberschuss von 4 Millionen Euro aus. Das ist eher mager.



Und das, obwohl das Geschäft mit Bausparverträgen brummt. Zwar hat die LBS Bayern weniger Verträge verkauft. Diese hatten aber höhere Bausparsummen. Gut 8 Milliarden Euro waren es 2015 insgesamt – ein neuer Rekord.

Zu knabbern haben die Bausparkassen aber nicht nur an den Null-Zinsen. „Erschwerend kommt hinzu, dass auch die europäische Regulierungswut immer noch eine Schippe drauflegt“, so Wirnhier gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Auch so eine regionale Bausparkasse wie wir wird mit den gleichen Auflagen malträtiert wie systemrelevante Global Player.“
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