Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Guntram Schloß vom Maklerpool Apella „Die Politiker vernachlässigen die private Altersvorsorge“

Reihenweise Wahlplakate in Düsseldorf: Mit Vorschlägen, wie man die private Altersvorsorge weiter stärken könnte, halten sich die Parteien zurück, findet Apella-Chef Guntram Schloß.
Reihenweise Wahlplakate in Düsseldorf: Mit Vorschlägen, wie man die private Altersvorsorge weiter stärken könnte, halten sich die Parteien zurück, findet Apella-Chef Guntram Schloß. © dpa/picture alliance

Vor der Bundestagswahl überschlagen sich die Parteien mit Plänen zum Thema Rente, Krankenversicherung & Co. Bei der privaten Altersvorsorge aber fehlen Ideen, findet Guntram Schloß, Vorstandsvorsitzender des Maklerpools Apella. Was er fordert, lesen Sie hier.

|  Drucken

„Die Politiker vernachlässigen die private Altersvorsorge“, sagt Apella-Chef Guntram Schloß. „Nachdem in der zurückliegenden Legislaturperiode der Gesetzgeber etliche Veränderungen für die gesetzliche Rente und die betriebliche Altersversorgung beschlossen hat, ist nun endlich die private Altersvorsorge an der Reihe. Zu dieser Einsicht sind die Parteien aber noch nicht gelangt.“

Die vereinzelt in den Wahlprogrammen vertretenen Ideen wie ein neues staatlich organisiertes Altersvorsorgeprodukt oder den Vorschlag, die Riester-Rente in die gesetzliche Rentenversicherung zu überführen, würden bisherige Fortschritte beim Aufbau der privaten Altersvorsorge eher wieder zerstören, meint Schloß.

Wie könnte man es aber besser machen?

Der Maklerpool schlägt vor, die Investmentkultur in Deutschland zu fördern.

Wie?

„Die Bevölkerung muss viel mehr an der Wertsteigerung der Unternehmen teilhaben können. Daraus vor allem erwachsen Chancen für größeren Wohlstand“, sagt Schloß. Ein Mittel hierzu wäre, die gesetzlich vorgeschriebene Bruttobeitragsgarantie bei der Riester-Rente abzuschaffen. Dadurch könnten Sparer stärker in Sachwerte wie Aktien investieren.

„In anderen Ländern, wie den USA zum Beispiel, wird Aktienfondssparen gezielt gefördert, in Deutschland errichtet der Staat per Gesetz eine Barriere gegen größere Aktienanteile in der geförderten Altersvorsorge“, so Schloß weiter.

Da sei Deutschland schon einmal weiter gewesen. Stichwort: vermögenswirksame Leistungen. Dort sei bei der Anlage in Fonds ein Mindestanteil mit Aktien vorgeschrieben.

Einführung eines Online-Rentenkontos für den besseren Überblick

Eine zweite Forderung von Apella ist die Einführung eines säulenübergreifenden Online-Rentenkontos, mit dem jeder Bürger seine künftigen Alterseinkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung und der privaten Vorsorge zusammengefasst sehen kann.

„Nur wer den Überblick hat, trifft auch die richtigen Entscheidungen für seine Vorsorge“, stellt Schloß fest. In anderen Ländern wie Schweden, gebe es ein solches Rentenkonto schon seit Jahren.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.

Altersvorsorge neu gedacht
Werbung

Das seit Jahren anhaltende Niedrigzinsumfeld verändert nachhaltig die private Altersvorsorge. Lohnen sich die als verstaubt geltenden Versicherungsprodukte überhaupt noch? Und wie können Sparer ihre Anlageziele optimal erreichen und ihr Langlebigkeitsrisiko absichern? Das erläutert Stephan Hoppe, Direktor Investmentstrategie bei Standard Life, im Interview.