Gothaer Anlegerstudie 2019 Lebensversicherungen und Sparbuch sind wieder angesagt

Die Deutschen legen wegen ihres gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses ihr Geld am liebsten auf dem Sparbuch an.
Die Deutschen legen wegen ihres gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses ihr Geld am liebsten auf dem Sparbuch an. © dpa/picture alliance

Es fließt wieder mehr Geld auf Sparbücher und in Lebensversicherungen, da den Deutschen die Sicherheit bei der Geldanlage wieder wichtiger wird. Das ist ein Ergebnis der Anlegerstudie 2019 von Gothaer Asset Management. Doch auch Fonds werden beliebter: Mittlerweile investiert jeder Vierte in Fonds. Im Vorjahr war es noch jeder Fünfte.

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Sparbücher, Bausparverträge, Lebensversicherungen und Immobilien sind derzeit bei den Deutschen beliebt. Grund dafür ist die politische Unsicherheit. Aber auch die wirtschaftliche Lage hierzulande wirkt sich derzeit auf die Anlage-Entscheidungen aus. So das Resümee der zehnten Studie zum Anlageverhalten der Deutschen im Auftrag von Gothaer Asset Management.

Das Sparbuch liegt auf der Beliebtheitsskala aktuell mit 48 Prozent an erster Stelle, 2018 waren es nur 39 Prozent. Ähnlich verhält es sich mit Bausparverträgen. Investierten im Jahr 2018 noch 28 Prozent der Deutschen dort, sind es nun 32 Prozent. Die Lebensversicherung ist in der Gunst der Anleger ebenfalls wieder gestiegen. Aktuell bevorzugen 29 Prozent der Deutschen diese Anlageform, im Vorjahr waren es 25 Prozent. Starke Zuwächse sind auch bei Immobilien zu verzeichnen. Diese Anlageform wählen 36 Prozent. Im Jahr zuvor waren es nur 26 Prozent.

Die Sicherheit der Kapitalanlage spielt wieder eine größere Rolle, zeigt die Studie. Für 57 Prozent der Befragten ist sie das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Geldanlage. 2018 waren es mit 52 Prozent noch 5 Prozentpunkte weniger; 2015 waren es erst 43 Prozent. Flexibilität spielt für 29 Prozent der Befragten die wichtigste Rolle, eine möglichst hohe Rendite nur für 9 Prozent der Anleger.

Politik und Wirtschaft verunsichern die Deutschen

31 Prozent der Deutschen geben an, dass die politische Unsicherheit derzeit ihre Anlage-Entscheidungen beeinflusst. 2018 waren es 21 Prozent. Auch die wirtschaftliche Lage in Deutschland wirke sich jetzt bei 39 Prozent der Bürger (Vorjahr: 33 Prozent) auf Entscheidungen bei der Geldanlage aus. Des Weiteren sehen mehr Umfrageteilnehmer die Gefahr einer Inflation, die aktuell von 34 Prozent wahrgenommen wird, während es im Vorjahr 30 Prozent waren.

Dennoch konnten sich auch Fonds als Anlageform durchsetzen, da sie mehr Rendite versprechen. Mehr als jeder vierte Deutsche investiert mittlerweile in diesem Bereich, 2017 waren es 17 Prozent, 2018 20 Prozent. Bei der Fondsauswahl liegen laut der Anlegerstudie Aktien- und Mischfonds mit je 40 Prozent vorne, jeder fünfte Bundesbürger investiert auch in Rentenfonds. Ein deutliches Plus verzeichnen aktuell vermögensverwaltende Fonds: während sich 2018 nur 3 Prozent der Fondssparer für dieses Instrument entschieden, sind es aktuell schon 12 Prozent.

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