GfK Verbraucher im Kaufrausch

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Die Deutschen kaufen, was das Zeug hält. Sollte man angesichts der heute von der GfK vorgelegten Konsumklimastudie für den Monat Juli meinen. Stimmt aber so nur bedingt.

Die Anschaffungsneigung hat demnach ein neues 18-Monats-Hoch vorgelegt. Und so könnte es weitergehen. Für den Monat August sagt die GfK einen weiteren Anstieg des Indikators für die Konjunktur- und Einkommenserwartung und die Neigung zu Anschaffungen voraus. Und zwar von 6,8 auf 7,0 Punkte.

Wegen des günstigen Arbeitsmarkts schätzen die Verbraucher auch ihre finanzielle Lage optimistisch ein. Tatsächlich haben sich die Einkommen wegen der guten Beschäftigung hierzulande verbessert. Zudem steht Deutschland mit seinem stabilen Arbeitsmarkt in Europa einzigartig da. Die moderate Inflation stärkt darüber hinaus die Kaufkraft. Allein die Rentner im Westen müssen den Gürtel enger schnallen. Ihre Bezüge werden nur um  einen viertel Prozentpunkt angehoben.

Mehr Geld in der Tasche für die meisten Verbraucher bedeutet aber nicht unüberlegtes Ausgeben. Im Gegenteil. Ganz oben auf der Kaufliste steht Betongold. Entweder neu oder gebraucht. Schließlich liegen auch die Hypothekenzinsen am Boden. Und Bares in Festverzinsliche zu stecken, finden die 2.000 befragten Bundesbürger weniger prickelnd. Beim Kaufrausch bekommen zwei Branchen derzeit besonders große Stücke vom Kuchen ab: die Möbelindustrie und die Branche der energetischen Gebäudesanierer. Von so viel Andrang können die Lebensversicherer derzeit nur träumen.

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