Von Maschinenversicherung bis Cyber-Police: Makler wünschen sich bei der Absicherung ihrer Gewerbekunden vermehrt digitale Unterstützung. © Niklas Leuthold / photocase
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  • 01.07.2019 um 09:30, aktualisiert am 01.07.2019 um 09:39
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Klassische Beratung ist bei Gewerbeversicherungen von Kunden ausdrücklich erwünscht. Dennoch hält die Digitalisierung Einzug in das Segment – nicht zuletzt in Form von Cyber-Policen.

Schnellere, standardisierte Angebote zum einen, die Individualität der Produkte zum anderen – unterschiedlicher können Trenderwartungen kaum ausfallen. In der aktuellen (nicht repräsentativen) Online Leser-Umfrage unter Vermittlern von Versicherungen wollte Pfefferminzia mehr zu Gewerbeversicherungen erfahren.

Unter anderem wurden die Teilnehmer über ein Kommentarfeld gefragt, welche Schwerpunkte bei einer gewerblichen Sachversicherung zukünftig an Bedeutung gewinnen werden. Standardisierung und Individualität scheinen auf den ersten Blick widersprüchlich. Sie spiegeln aber genau das Spannungsfeld, in dem sich Gewerbeversicherungen aktuell befinden: Digitalisierung und Automatisierung treffen auf ein beratungsintensives, vielfältiges Segment mit individuellen Bedürfnissen.

Makler schätzen Unterstützungsangebote

Die Digitalisierung ist in der Versicherungswirtschaft angekommen und macht auch vor dem Firmenkundengeschäft nicht halt. Die Prozesse werden schlanker. Vollständig automatisierte Abläufe, die sogenannte Dunkelverarbeitung, gewinnen an Gewicht. Immer mehr Versicherer bieten zudem digitale Tools zur Unterstützung des Vertriebs an – und dieser nimmt sie dankend an. In der Pfefferminzia-Umfrage geben fast 90 Prozent an, dass ihnen technische Unterstützungsangebote für den Beratungsalltag, wie zum Beispiel Vergleichssoftware für Gewerbepolicen, „wichtig“ oder „sehr wichtig“ sind.

Trend zu standardisierten Produkten

Die Digitalisierung bringt jedoch nicht nur Arbeitserleichterung für den Vertrieb und die Versicherer, sondern es gibt auch bereits digitale Anbieter in dem Bereich. So ist in diesem Jahr der Gewerbeversicherer Mailo, der sich auf Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmen fokussiert, an den Start gegangen. Auch Provinzial Nordwest hat einen digitalen Gewerbeversicherer gegründet. Zielgruppe von Andsafe sind digitalaffine Gewerbekunden aus dem Bereich der Kleinunternehmen. Man kann also durchaus einen Trend zu schnellen, standardisierten Produkten erkennen.

Probleme bei der Angebotserstellung

Diese Entwicklung macht Beratung jedoch nicht überflüssig. Mailo beispielsweise verlässt sich nicht ausschließlich auf das Direktgeschäft, sondern setzt sogar explizit auf Makler und bezeichnet sie als ihre wichtigsten Partner. Die Vorteile für die unabhängigen Vermittler: schnelle, durchgehende Online-Abläufe. In der Pfefferminzia-Umfrage wird genau dieses Thema als Hindernis beim Abschluss von Gewerbeversicherungen bemängelt: Vergleiche und Angebotserstellung seien online oft nicht möglich. Häufig gebe es Medienbrüche, sprich, online ausgefüllte Formulare müssen ausgedruckt werden. Insgesamt seien die Bearbeitungszeiten der Gesellschaften recht lang, und ein Online-Tracking des Bearbeitungsablaufs nicht möglich. Als weitere Hindernisse werden die Komplexität der Produkte und der zeitliche Beratungsaufwand genannt.

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