Gewerbeschäden Lückenhafte Absicherung im Mittelstand

Tobias Wenhart von Hiscox: Die Studie des Versicherers zeigt, dass viele KMU nicht ausreichend abgesichert sind.
Tobias Wenhart von Hiscox: Die Studie des Versicherers zeigt, dass viele KMU nicht ausreichend abgesichert sind. © Hiscox

Etwa ein Fünftel der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sichert sich nicht gegen Gewerberisiken ab. Gerade ältere Unternehmen zeigen hierbei Mut zur Lücke, wie eine aktuelle Studie zeigt.

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Nach wie vor setzt ein Teil der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland bei der Absicherung des eigenen Geschäfts auf Mut zur Lücke. 19 Prozent von ihnen haben keine Versicherungen abgeschlossen. 2016 waren es 18 Prozent. Das zeigt der jährliche „DNA of an Entrepreneur Report 2017“ des Versicherers Hiscox.

Dabei riskieren vor allem ältere Unternehmer existenzbedrohende Schäden:

Während 24 Prozent der über 60-Jährigen nicht versichert sind, sind es unter den bis 30-Jährigen nur 10 Prozent. Zu den größten nichtversicherten Risiken zählen bei 46 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer die Gefahr, von Kunden nicht bezahlt zu werden (2016: 47 Prozent).

Für 27 Prozent stellt ein Datenverlust beziehungsweise der Verlust geistigen Eigentums ein Risiko dar, für das sie im Schadenfall keine Entschädigung erhalten würden (2016: 29 Prozent), und 25 Prozent zählen auch Hacking und Cyber-Kriminalität zu den größten nichtversicherten Risiken (2016: 25 Prozent).

„Zwar wächst zum Beispiel im Bereich Cyber-Sicherheit das Bewusstsein für Risiken, doch nur langsam entscheiden sich mehr Mittelständler für eine zusätzliche Cyber-Versicherung neben den Standard-Policen“, erklärt Tobias Wenhart von Hiscox.

„Dabei zählen Cyber-Attacken insbesondere für oft völlig unvorbereitete KMU heutzutage zu den größten Risiken.“

Von den Unternehmen der Befragten hatten 54 Prozent eine Betriebshaftpflicht abgeschlossen (2016: 56 Prozent) und 43 Prozent verfügten über eine Gebäude- beziehungsweise Büroinhaltsversicherung (2016: 47 Prozent).

Auf Platz 3 der verbreitetsten Versicherungen folgt die Berufshaftpflicht mit 41 Prozent (2016: 46 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der Unternehmen mit Cyber-Versicherung um 3 Prozentpunkte auf 9 Prozent (2016: 6 Prozent).

Ein weiteres Ergebnis der Studie:

Allgemein betrachtet zeigen sich die KMU hierzulande ziemlich optimistisch – trotz der angespannten Weltlage. So stehen 62 Prozent der Befragten dem kommenden Geschäftsjahr optimistisch gegenüber (2016: 65 Prozent).

Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Spitzenreiter sind die USA mit 72 Prozent optimistischen Unternehmern (2016: 68 Prozent) vor den Niederlanden mit 71 Prozent positiv denkenden KMU (2016: 64 Prozent).

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