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Geshoppt, gehackt Cyber-Monday, Black Friday, Weihnachten – die wichtigsten Festtage für Cyberkriminelle

Im Schaufenster eines Geschäfts in der Hamburger Innenstadt wird für den Rabatt-Tag Black Friday geworben.
Im Schaufenster eines Geschäfts in der Hamburger Innenstadt wird für den Rabatt-Tag Black Friday geworben. © dpa/picture alliance

„Macht Euch bereit, macht euch bereit, jetzt kommt die Zeit, auf die ihr Euch freut … .“ Hacker kommen dieser Tage aus dem Singen gar nicht mehr heraus. Auf den Black Friday folgt der Cyber-Monday und Weihnachten steht auch vor der Tür. Die beste Zeit, um online fette Beute zu machen. Daher sollte man bei der alljährlichen Schnäppchenjagd lieber zweimal hinschauen.

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Wenn die Xbox nur noch die Hälfte kostet, wenn Smartphone, Laptop und Tablets auf dem Silbertablett serviert werden, dann schaltet bei vielen Schnäppchenjägern der gesunde Menschenverstand aus – die beste Gelegenheit für Cyberkriminelle.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt auch in diesem Jahr wieder vor einer regelrechten Spam-Welle „mit Bezug zu den Aktionstagen“. Denn nach wie vor fallen viele auf die psychologischen Maschen der Online-Betrüger rein.

Dabei gibt es ein paar wirkungsvolle Tipps, um Fakeshops und weitere miese Tricks der Cyberkriminellen zu entlarven: 

  • Fake-Shops haben in der Regel kein Gütesiegel. Daher sind Siegel vom TÜV, Trusted Shops, EHI oder der Datenschutz cert GmbH ein Indiz für seriöse Adressen. Nutzerbewertungen seriöser Portale wie Trust Pilot, Idealo oder Kununu können ebenfalls helfen.
  • Finger weg von Newslettern mit saftigen Rabatten: So mancher Link führt aktuell auf kopierte Websites. Sie haben nur ein Ziel – möglichst viele Daten der User abzugreifen.
  • Vorsicht vor Super-Schnäppchen! Unrealistisch hohe Rabatte sollten stutzig machen. Wenn ein beliebtes Produkt plötzlich nur noch die Hälfte kostet. Sollte man hellhörig werden. Viele Hacker nutzen die Gier und zeitliche Befristungen aus. Letztlich handelt es sich oft um eine Fälschung – oder das Produkt kommt gar nicht erst an.
  • Fasche Rechnungen – ein Klassiker: Wer eine Rechnung eines Online-Händlers bekommt, sich aber nicht mehr an den Kauf erinnert, sollte erst einmal tief durchatmen und sich fragen: Ist die Rechnung länger als ein Jahr alt? Steht in der Mahnung „lieber Kunde“ statt eine Anrede? Oder wirkt die Adresse unseriös? Im Zweifel sollte man das Schreiben auf sich beruhen lassen. 
  • Absender überprüfen: Um Spam- und Fishing-Mails direkt zu enttarnen, reicht manchmal schon ein Blick auf die Mailadresse. Cyberkriminelle nutzen oft gekaperte E-Mail-Konten und ändern die Adressen bekannter Online-Händler nur minimal ab. Etwa, indem sie Buchstaben austauschen, ein O durch eine Null ersetzen oder einfach etwas an den offiziellen Namen anhängen.

Das BMI rät zur Zwei-Faktor-Authentifizierung

Wer sein E-Mail-Postfach und andere wichtige Online-Dienste doppelt absichert, beispielsweise mit einem Code, der an das Smartphone geschickt wird, kann damit die Sicherheit bei Anmeldeverfahren „deutlich verbessern“, betont das BSI.

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