Gesetzliche Unfallversicherung Die meisten Schulwegunfälle passieren mit dem Rad

Vor allem Fahrradunfälle ereilen Kinder auf dem Schulweg.
Vor allem Fahrradunfälle ereilen Kinder auf dem Schulweg. © DGUV

Wenn Kinder auf dem Schulweg in einen Unfall verwickelt sind, dann spielt in den meisten Fällen das Fahrrad eine Rolle. Laut Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ereigneten sich 2014 rund 55.000 Schulwegunfälle im Straßenverkehr. Rund die Hälfte davon (27.389) waren Unfälle mit dem Fahrrad.

| , aktualisiert um 11:22  Drucken
Die meisten Straßenverkehrsunfälle auf dem Schulweg passieren mit dem Fahrrad. Das zeigt eine Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Danach waren rund die Hälfte der 55.000 Schulwegeunfälle aus dem Jahr 2014 Unfälle mit dem Fahrrad. 



Damit liegen Radunfälle weit vor anderen Formen der Verkehrsbeteiligung wie Auto-Fahrten (9.679), Gehen (5.082), Fahrten mit dem motorisierten Zweirad (4.899), mit dem Schulbus (2.165) oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln (1.597).

„Wenn man bedenkt, dass laut Erhebungen nur rund einer von sieben Versicherten den Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegt, ist die Zahl der Radunfälle bedenklich“, sagt Walter Eichendorf, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der DGUV. Zwar endeten nur wenige Schulwegunfälle mit einer Verletzung, die zu bleibenden Behinderungen oder zum Tod führe, „aber eine ärztliche Behandlung hat jeder dieser Unfälle nach sich gezogen.“

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Der Rat des Experten an die Eltern: Das Rad gemeinsam mit den Kindern auf Verkehrstüchtigkeit prüfen und die Kinder nur mit Fahrradhelm fahren lassen. Außerdem sei es sinnvoll den Weg einzuüben und über Risiken auf dem Schulweg zu sprechen. „Dazu gehört auch der Hinweis, Smartphone und Musikkopfhörer beim Fahren nicht zu benutzen“, so Eichendorf. Es sei generell ratsam, Kinder nicht vor Abschluss der Fahrradprüfung in der vierten Klasse selbständig den Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen zu lassen.
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