Gesetzliche Krankenversicherung Knatsch zwischen Krankenkassen und Kliniken

Teilnehmer einer Protestkundgebung an der Berliner Charité: Nicht nur die Krankenkassen, sondern das Krankenhauspersonal selbst fordert mehr Mitarbeiter.
Teilnehmer einer Protestkundgebung an der Berliner Charité: Nicht nur die Krankenkassen, sondern das Krankenhauspersonal selbst fordert mehr Mitarbeiter. © dpa/picture alliance

Der GKV-Spitzenverband und die Deutsche Krankenhausgesellschaft zoffen sich. Die Krankenkassen fordern, dass die Kliniken mehr Personal einstellen. Der Klinikverband wehrt sich dagegen. Hier kommen die Details.

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„Wir erwarten, dass die Kliniken nicht länger auf Kosten des Personals sparen, sondern endlich genügend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Schließlich werden die Personalkosten inklusive der Tarifabschlüsse voll und ganz durch die Krankenkassen getragen.“ Das sagte Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbands, gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt



Woher kommt die Forderung? Das erklärt ein Blick auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Sie zeigen, dass die Krankenkassen rund 700 Millionen Euro mehr an die Kliniken überweisen, als deren Kostensteigerungen ausmachen.

Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, wehrt sich gegen diese Art der Rechnung: „Die Kosten im nächsten Jahr sind von seit Jahren anhaltenden Personalkostensteigerungen geprägt, deren Dynamik weder von der Grundlohnrate noch von dem Orientierungswert – beides vergangenheitsbezogene Werte – erfasst wird.“

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