Die Techniker Krankenkasse ist Deutschlands beste Krankenkasse. Sie erreicht im diesjährigen Test des Analysehauses DFSI Ratings mit der Note „Sehr Gut“ (1,3) Platz 1 des Rankings. An zweiter Stelle reiht sich die HEK – Hanseatische Krankenkasse ein. Sie bekommt auch ein „Sehr Gut“, ist mit der Note 1,4 aber nicht ganz so gut wie die TK. Platz 3 ergattert die AOK Baden-Württemberg mit der Note 1,5, was ebenfalls einem „Sehr Gut“ entspricht.



Warum macht das DFSI überhaupt ein Qualitätsrating der Krankenkassen? Sie bieten doch alle die gleiche Einheitsversorgung an, oder nicht? „Beileibe nicht“, so Thomas Lemke, Geschäftsführer von DFSI Ratings. „Zwischen den einzelnen Kassen gibt es bei Kundenservice,  Finanzkraft und Leistungen enorme Unterschiede.“ So böten einige Krankenkassen deutlich mehr Zusatzleistungen als vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben an. Andere beschränkten sich auf das, was verpflichtend sei. „Auch beim Kundenservice sind einige Kassen richtig stark. Bei der Finanzkraft gibt es ebenfalls große Unterschiede“, so Lemke.

Die Analysten haben für das Ranking 29 von insgesamt mehr als 100 gesetzlichen Krankenkassen untersucht. Sie bewerteten dabei die Bereiche Leistung, Kundenservice und Finanzkraft. Die Teilergebnisse flossen zu gleichen Teilen in die Gesamtwertung ein.

Mit dem Wissen, wie es um die Finanzkraft einer Krankenkasse bestellt ist, lasse sich deren künftige Beitragsentwicklung besser abschätzen, meint Lemke: „Finanzschwächere Kassen müssen den Zusatzbeitrag tendenziell stärker erhöhen als die finanzstarken. So spürt jeder Versicherte die Finanzstärke seiner Kasse im eigenen Geldbeutel.“ Um die Finanzstärke zu ermitteln, schauen sich die Analysten Liquiditätsmanagement und Vermögen der Kassen an, aber auch Verwaltungskosten, Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Entwicklung der Mitgliederzahlen gehen in die Bewertung mit ein.