Gesetzesentwurf DIA fordert Abschaffung des Vorruhestandprivilegs für Postbeamte

DIA-Sprecher Klaus Morgenstern
DIA-Sprecher Klaus Morgenstern © DIA

Vorruhestand im Alter von 55 Jahren? Für viele Postbeamte ist das Realität – und ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass das auch in Zukunft so bleiben soll. Genau das ist dem Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) aber ein Dorn im Auge. Diese Regelung passe nicht in eine Zeit, in der das gesetzliche Rentenalter bei 67 Jahren liege, findet das Institut und fordert eine Abschaffung des Privilegs.

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Beamte in den Postnachfolgeunternehmen sollen auch in Zukunft bereits mit 55 Jahren in den Ruhestand gehen können – und das ohne Abschläge. So zumindest sieht es ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung vor. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hält diese Regelung allerdings für keine gute Idee und fordert die Parteien auf, das Gesetz zu stoppen.

Grund: „Vorruhestand mit 55 für Beamte ist purer Widersinn in einer Zeit, in der Deutschland das gesetzliche Rentenalter von 65 auf 67 Jahre hochsetzt“, so DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.

Mit dem frühen Vorruhestand soll laut Regierung allerdings auch eine neue Auflage verbunden sein. So müssen sich die betroffenen Beamten bereiterklären, mindestens zwölf Monate Bundesfreiwilligendienst oder eine vergleichbare ehrenamtliche Tätigkeit zu leisten.

„Das Ganze bekommt dann das Etikett ‚engagierter Ruhestand‘. So wichtig und richtig Engagement im Ruhestand ist, so verkehrt ist in der heutigen Zeit Vorruhestand mit 55 Jahren“, findet Morgenstern.

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