Geschäftszahlen Ergo plagt die Lebensversicherung

Die Ergo hat das Jahr 2013 recht erfolgreich hinter sich gebracht. Die Bruttobeitragseinnahmen stiegen auf 2,86 Milliarden Euro (2012: 2,72 Milliarden). In der Lebensversicherung lief es aber nicht so gut.

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Steigerungsraten konnte die Ergo Versicherung in den Sparten Haftpflicht Gewerbe/Industrie (+7,5 Prozent) und Technische Versicherungen (+4,9 Prozent) erzielen. „Wir beabsichtigen auch künftig unser gewerbliches und industrielles Geschäft auszubauen. Dazu zählen der Ausbau in der Kunst- und Eventversicherung sowie der Einstieg in den Kautionsversicherungsmarkt“, sagt Christian Diedrich, Vorstandsvorsitzender der Ergo.

Die Beitragseinnahmen im Privatkundengeschäft stiegen 2013 um 1,2 Prozent. In der Unfallversicherung gingen die gebuchten Bruttobeiträge um 1,9 Prozent zurück. Ein wichtiger Grund dafür waren laut Versicherer rückläufige Beitragseinnahmen in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Ergo hatte dieses Produkt Ende 2012 vom Markt genommen.

Die größten versicherten Schäden verursachten die Hagelstürme im Juli und August. Sie führten dazu, dass die Schadenquote (netto) auf 65,3 (62,8) Prozent stieg. Die Kostenquote (netto) verbesserte sich auf 31,3 (32,1) Prozent. Mit 96,7 Prozent lag die Schaden-/Kostenquote (netto) der Ergo über dem Vorjahreswert von 95,0 Prozent, liegt damit aber unter dem Marktdurchschnitt.

Das Kapitalanlageergebnis belief sich 2013 auf 235 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 261 Millionen Euro. Der Nettogewinn für 2013 liegt bei 172 Millionen Euro (2012: 131 Millionen).

Hier weitere wichtige Kennzahlen der Ergo:

In der Lebensversicherung hingegen sah es für die Ergo alles andere als rosig aus. Die gebuchten Bruttobeiträge verringerten sich um 5,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Das Neugeschäft ging um 19,2 Prozent von 978 auf 790 Millionen Euro zurück. Rentenversicherungen waren mit einem Anteil von 51,5 Prozent weiter die wichtigste Säule des Neugeschäfts. Die betriebliche Altersvorsorge hatte mit 35,4 Prozent ebenfalls einen großen Anteil.

Die Ergo Lebensversicherung zahlte im vergangenen Geschäftsjahr wie im jahr zuvor 3,6 Milliarden Euro an Versicherungsleistungen aus. Der Versicherungsbestand umfasste 5,5 (5,6) Millionen Verträge mit einem laufenden Beitrag von 2,3 (2,3) Milliarden Euro. Stornoquote und Kostensätze stiegen 2013 leicht an. Auf Basis der Verträge im Bestand lag die Stornoquote bei 2,7 (2,6) Prozent, bezogen auf den laufenden Beitrag bei 5,3 (5,1) Prozent. Der Abschlusskostensatz betrug 6,6 (6,3) Prozent der Beitragssumme des Neugeschäfts. Der Verwaltungskostensatz lag bei 3,2 (3,0) Prozent der gebuchten Bruttobeiträge.

Der Kapitalanlagebestand der Ergo Leben lag mit 39,2 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahrs. Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen betrug 1,5 (1,6) Milliarden Euro, die Nettoverzinsung sank leicht auf 3,9 (4,1) Prozent.

 

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