Reetdachdecker bei der Arbeit. © dpa/picture alliance
  • Von Redaktion
  • 10.02.2016 um 19:20
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Vor kurzem sorgten Verbraucherschützer und Gewerkschaften mit ihren Aussagen für Wirbel, eine BU sei für viele nicht bezahlbar, der private Versicherungsmarkt habe versagt und der Staat müsse die Sache wieder selbst in die Hand nehmen. Wir haben Versicherer zu ihrer Meinung zu diesen Aussagen und Forderungen gefragt. Hier gibt es die Ergebnisse.

„Aus unserer Sicht muss man von einem Versagen des privaten Versicherungsmarktes sprechen“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. „Wir sind grundsätzlich der Meinung, dass die zentralen Lebensrisiken wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Erwerbsunfähigkeit in den gesetzlichen Sozialversicherungssystemen abgesichert sein sollten“, ergänzt Markus Hofmann vom Deutschen Gewerkschaftsbund.

Die Meinungen von Verbraucherschützern und Gewerkschaften zur Lage der BU-Absicherung in Deutschland sind deutlich. Der Staat soll es wieder richten, die privaten Versicherer machen es nicht richtig. Die Vorwürfe: Einen BU-Schutz bekommen nur die Gesunden mit wenig riskanten Berufen. Gerade die, die auf die Absicherung angewiesen sind – Handwerker & Co. – können sich die Police nicht leisten, müssen Ausschlüsse hinnehmen oder bekommen erst gar keine Versicherung wegen des hohen Risikos.

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Eine prompte Reaktion auf die Kritik gab es vom Versichererverband GDV: „Es ist die Geschäftsgrundlage der Lebensversicherer, möglichst allen Risikogruppen bezahlbaren Versicherungsschutz zur Absicherung ihrer Arbeitskraft anzubieten.“

Aber was sagen die Versicherer eigentlich selbst dazu? Wir haben bei einigen Häusern nachgefragt.

Risikogerecht = zu teuer

Der Volkswohl Bund beispielsweise gibt natürlich zu, dass es für körperlich Tätige nicht einfach ist, eine bezahlbare BU-Police zu bekommen: „Insbesondere für körperlich Tätige scheitert der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung häufig an den Prämien, die risikorecht kalkuliert sind, oft aber nicht im Verhältnis zum Einkommen stehen.“

Dafür habe man aber eben Alternativen entwickelt: „€XISTENZ sichert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ab, egal in welchem Beruf der Kunde arbeitet. Monatsprämien um 40 bis 50 Euro machen den Schutz für fast alle bezahlbar. Der Kunde erhält eine monatliche Rente, wenn er eine wichtige Fähigkeit verliert, die meist auch eine Grundvoraussetzung für seine Arbeitsfähigkeit ist.“ Dazu gehörten unter anderem der Gebrauch einer Hand, eines Arms, Gehen, Treppensteigen oder das Gleichgewicht halten.

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