Gehaltserhöhung in zwei Stufen Versicherungsangestellte erhalten neuen Tarifvertrag

Beschäftigte des privaten Versicherungsgewerbes nehmen im Juni in Hannover an einer Demonstration der Gewerkschaft Verdi teil - zwei Monate später haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.
Beschäftigte des privaten Versicherungsgewerbes nehmen im Juni in Hannover an einer Demonstration der Gewerkschaft Verdi teil - zwei Monate später haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. © dpa/picture alliance

Die vierte Verhandlungsrunde hat den Durchbruch gebracht: Die Arbeitgeber der Versicherungsbranche und die Gewerkschaften haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die bundesweit rund 170.000 Innendienstmitarbeiter der Versicherungsunternehmen erwartet somit eine Gehaltserhöhung in zwei Stufen. Die Details zum Tarifabschluss gibt es hier.

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2,0 Prozent mehr Gehalt ab 1. November und noch einmal 1,7 Prozent mehr ab 1. Dezember 2018 – auf diese Zahlen haben sich die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der Versicherungsbranche am Donnerstag in München verständigt.

Wie die Gewerkschaft Verdi weiter mitteilt, hätten sich die Parteien in den Tarifverhandlungen außerdem darauf geeinigt, die Vergütungen für Auszubildende „überproportional“ zu erhöhen.

Der Tarifvertrag beginnt rückwirkend zum 1. April 2017 und läuft bis zum 31. August 2019.

Zudem ergab die Verhandlungsrunde, dass die Parteien ab Januar 2018 weitere Gespräche führen wollen: Ziel dieser Gespräche soll es sein, tarifvertragliche Regelungen zu finden, welche die Auswirkungen der Digitalisierung berücksichtigen.

Verdi rief zu drei Streikwellen auf

Neben dem Arbeitgeberverband der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland (AGV) nahmen auf Seiten der Arbeitnehmer die Gewerkschaften Verdi, DHV – Die Berufsgewerkschaft sowie der Deutsche Bankangestellten-Verband teil.

Anders als die DHV setzte Verdi in der aktuellen Tarifrunde auf das Mittel des Arbeitskampfes. So rief die Gewerkschaft in den vergangenen Monaten zu insgesamt drei Streikwellen auf, nachdem die bisherigen Verhandlungen keine Einigung erbrachten (wir berichteten).

Bei den letzten Verhandlungen im Juni hatte Verdi ein Gehaltsplus von 4,5 Prozent für zwölf Monate gefordert.

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