Vor allem ihre Lebensversicherungen schließen Kunden nach wie vor am liebsten beim Einfirmenvermittler ab. 41,9 Prozent des Neugeschäfts wurden im Geschäftsjahr 2014 so vermittelt. Auch beim Abschluss von Schaden-/Unfallversicherungen wenden sich die Kunden bevorzugt an Vertriebsmitarbeiter, die exklusiv nur für einen Anbieter arbeiten.

Mit 46,2 Prozent entfiel knapp die Hälfte des Jahresbeitrags im Neugeschäft auf diesen Vertriebsweg. Dies geht aus der Vertriebswegestatistik 2014 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, die je nach Sparte bis zu 95 Prozent des Marktes abdeckt.

Persönliche Beratung nimmt hohen Stellenwert ein

Die persönliche Beratung nimmt damit bei der Entscheidung für ein Versicherungsprodukt trotz Digitalisierung und des Trends zum Einkaufen via World Wide Web immer noch einen hohen Stellenwert ein.

Diesen Trend belegen auch die hohen Abschlusszahlen von Versicherungsmaklern. 26 Prozent des Neugeschäfts von Lebensversicherungen wurde im Jahr 2014 von Maklern abgeschlossen, die im Gegensatz zu den Einfirmen- und Mehrfachvertretern nicht vertraglich an bestimmte Versicherungsgesellschaften gebunden sind.

Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 25,2 Prozent. Im Produktspektrum Schaden- und Unfallversicherung verzeichneten Makler zwar geringe Einbußen, ihre Kunden standen aber immer noch für fast 30 Prozent der Jahresbeiträge.

Vermittler sind wichtig für die Versicherer

Die Zahlen belegen, wie wichtig Vermittler für Versicherungsunternehmen sind. Deshalb ist es entscheidend, dass Versicherungsvermittler nicht nur gut ausgebildet sind, sondern sich auch kontinuierlich weiterbilden. Das will zum Beispiel die Initiative „gut beraten“ sicherstellen.

Der Direktvertrieb verbuchte erneut ein Wachstum im Schaden- und Unfallbereich. Der Marktanteil stieg hier von 11,6 auf 12,0 Prozent. Im Neugeschäft mit Lebensversicherungen kam dieser Vertriebsweg auf einen Marktanteil von 3,3 Prozent, was einem Minus von 0,7 Prozentpunkten entspricht.