Strassensperrung nach einem Sturmtief in Hamburg. © picture alliance / blickwinkel/McPHOTO
  • Von Achim Nixdorf
  • 09.10.2020 um 15:52
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Unwetter mit Sturm, Hagel oder Überschwemmungen haben den deutschen Versicherern im Jahr 2019 Schäden in Höhe von 3 Milliarden Euro beschert – deutlich weniger als in den vorherigen Jahren, wie der aktuelle Naturgefahrenreport des Versicherungsverbandes GDV zeigt. Alarmierend: 10 Millionen Häuser haben keinen ausreichenden Schutz.

Im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren ist Deutschland 2019 relativ wenig von Naturkatastrophen getroffen worden. Mit 3 Milliarden Euro lagen die versicherten Schäden knapp zehn Prozent unter dem Jahr davor und fast 20 Prozent unter dem langjährigen Mittelwert (3,7 Milliarden Euro). Das geht aus dem aktuellen Naturgefahrenreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

Vom Gesamtschaden waren demnach 2,7 Milliarden Euro auf Sturm und Hagel an Gebäuden, Kraftfahrzeugen, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft zurückzuführen. Weitere 300 Millionen Euro entfielen auf Elementargefahren wie Hochwasser, Starkregen oder Erdrutsch (siehe GDV-Grafik).

Schwere Unwetter in der ersten Jahreshälfte

Trotz geringerer Schäden war das vorige Jahr geprägt von einzelnen heftigen Unwettern – vor allem in der ersten Jahreshälfte. „2019 hat erneut gezeigt, zu welchen Extremen das Wetter neigt“, bilanzierte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Im März wüteten die Sturmtiefs Dragi und Eberhard und sorgten für Beschädigungen in Höhe von rund 500 Millionen Euro – fast ein Viertel des gesamten Sachschadens (ohne Kfz). Im Juni wiederum brachten mehrere Tiefs in kurzer Folge heftige Hagelschauer. Die Bilanz: 300 Millionen Euro an Sachschäden und weitere 400 Millionen Euro an Fahrzeugen. Für die Kfz-Versicherer waren die Hageltage im Juni die neuntschwersten Unwetter seit 1984.

Elementarschäden nur unzureichend abgesichert

Der GDV-Report zeigt auch: Während bundesweit fast alle Wohngebäude gegen Sturm und Hagel abgesichert sind, fehlt rund zehn Millionen Hausbesitzern der Schutz gegen Elementarrisiken wie Starkregen und Hochwasser. „Angesichts der zu erwartenden Zunahme extremer Wetterereignisse sind die Menschen gut beraten, ihr Hab und Gut umfassend abzusichern“, rät Asmussen. Ende 2019 hätten erst 45 Prozent aller Gebäude den nötigen Zusatzbaustein „erweiterte Naturgefahrenversicherung (Elementarschäden)“ gehabt.

Den ganzen Report finden Sie hier.

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Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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