GDV legt Wachstumsprognose vor Lebensversicherer hoffen auf neue Garantiemodelle

Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Versicherungsverbandes GDV, schaut optimistisch auf das kommende Jahr.
Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Versicherungsverbandes GDV, schaut optimistisch auf das kommende Jahr. © GDV

Die Versicherer in Deutschland haben im kommenden Jahr gute Aussichten, ein leichtes Beitragsplus von 1,3 Prozent zu erzielen. Das prognostiziert Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Versicherungsverbandes GDV. Für die Lebensversicherung erwartet der Ökonom jedoch erst mittelfristig wieder bessere Wachstumschancen – dank neuer Garantiemodelle.

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Stabile Aussichten für die deutsche Versicherungswirtschaft – diese Botschaft verkündete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch im Rahmen der GDV-Jahreskonferenz Volkswirtschaft und Finanzmärkte in Berlin.

Demnach kann die Branche mit einem Beitragsplus von 1,3 Prozent auf rund 199,4 Milliarden Euro rechnen – zumindest haben das die Prognose-Berechnungen des Verbandes ergeben (siehe Grafik).

Am besten beurteilt GDV-Chefvolkswirt Klaus Wiener die Aussichten für die Transport- und Kreditversicherer. Diese profitierten derzeit von einem Konjunkturaufschwung, der sich zeitgleich in allen wichtigen Wirtschaftsregionen vollziehe, so Wiener.

Zugleich böte die „rekordhohe Beschäftigtenzahl in Deutschland“ auch Lebensversicherern die Chance auf zusätzliche Beitragseinnahmen. „Das verfügbare Einkommen steigt. Das eröffnet zusätzliche Spielräume für die private Altersvorsorge“, meint der GDV-Chefvolkswirt. Gedämpft werde die Entwicklung jedoch von den niedrigen Zinsen. „Dadurch ist die Sparneigung dramatisch gefallen“, konstatierte Wiener. Deshalb würden die Beiträge der Lebensversicherer 2018 nur moderat steigen.

Neue Garantiemodelle als Hoffnungsträger für die Lebensversicherung

Mittelfristig erwartet der Ökonom jedoch wieder bessere Wachstumschancen für die Branche – auch wegen der neuen Lebensversicherungsprodukte. „Die neuen Garantiemodelle bieten den Kunden bessere Renditechancen.“

Ein weiterer Treiber sei die Digitalisierung. Kunden bekämen so einen einfacheren Zugang zu Produkten, gleichzeitig könnten die Unternehmen neue Versicherungslösungen anbieten, so Wiener. Auch der Klimawandel oder Big Data werde den Absicherungsbedarf erhöhen: „Die komplexere Risikolandschaft eröffnet den Versicherern neue Geschäftsfelder“, erwartet der Wirtschaftsexperte.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft rechnet mit einem Beitragsplus für die deutsche Versicherungswirtschaft von 1,3 Prozent auf ein Bruttobeitragsvolumen von rund 199,4 Milliarden Euro.

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