Garantiezinssenkung VDH warnt vor „Angst-Marketing des Provisionsvertriebs“

Dieter Rauch ist Chef des Verbunds Deutscher Honorarberater.
Dieter Rauch ist Chef des Verbunds Deutscher Honorarberater. © VDH

Der Verbund Deutscher Honorarberater (VDH) kritisiert Vertriebler, die ihren Kunden vorschlagen, wegen der anstehenden Garantiezinssenkung noch in diesem Jahr eine Lebensversicherung abzuschließen. „Mit dieser Torschlusspanik wollen Bank- und Versicherungsvertrieb die nach wie vor fetten Abschlussprovisionen einstreichen“, so VDH-Chef Dieter Rauch. Der Bedarf des Kunden bleibe dabei meist auf der Strecke.

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Dieter Rauch, Chef des Verbunds Deutscher Honorarberater (VDH) warnt Verbraucher davor, nicht auf die Verkaufsmasche „Senkung des Garantiezinses“ hereinzufallen. Damit meint er Empfehlungen noch in diesem Jahr eine Lebens- oder Rentenversicherung abzuschließen, weil im kommenden Jahr der Garantiezins von 1,25 auf 0,9 Prozent sinkt.



Wer größten Wert auf die Erarbeitung eines individuellen und deshalb bedarfsgerechten Vermögens- und Altersvorsorgekonzeptes wünsche, sei bei einem qualifizierten Honorarberater deutlich besser aufgehoben als beim überwiegend provisionsorientierten Bank- und Versicherungsvertrieb, so Rauch weiter.

Zwar könnten gesetzliche oder andere Änderungen Verbrauchern in der Tat erhebliche Nachteile bringen und deshalb deren rechtzeitiges Handeln erfordern. Doch Vertragsabschlüsse, die aus massivem Verkaufsdruck und aus Angst-Marketing resultierten, führten oft bereits nach kurzer Zeit zu überdurchschnittlich hohen Stornoquoten. Der Grund laut Rauch: „Der Bedarf des Kunden wurde einer möglichst hohen Provision zuliebe nicht ermittelt. Der Kundennutzen ist deshalb gleich null.“

Besser ohne Provisionen

Besser würden sich Verbraucher stellen, wenn sie bei einem Honorarberater ohne Verkaufsabsicht und ohne Provisionen beraten würden. Sollte eine Lösung erforderlich werden, würden sie auf Honorartarife zurückgreifen, die ohne Provisionen und damit zusammenhängende Kosten kalkuliert werden. „Die Unterschiede sind bei den Ablaufleistungen erheblich und können bis zu sechsstellige Summen betragen“, heißt es vom Verband weiter.

Verbraucher sollten allerdings auch hier darauf achten, dass keine absurd hohen Vermittlungshonorare berechnet werden, die mit dem tatsächlichen Aufwand rein gar nichts mehr zu tun haben, rät der VDH. Bezahlt würde bei echten Honorarberatern nur für Know-how und Zeit und niemals in Abhängigkeit von Beitrag und Vertragshöhe.
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