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Garantiezins und Altersvorsorge Fast die Hälfte der Deutschen würde auf Kapitalgarantie verzichten

Der neue EZB-Tower in Frankfurt: Die EZB ist die Hüterin der niedrigen Zinsen.
Der neue EZB-Tower in Frankfurt: Die EZB ist die Hüterin der niedrigen Zinsen. © Getty Images

Wie sehr setzen die Deutschen noch auf Sicherheit bei langfristigen Kapitalanlagen, fragte sich der Versicherer Standard Life und gab eine Umfrage in Auftrag. Das Ergebnis: Die Anleger werden risikofreudiger.

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Häufig werden bei Kapitalanlagen Garantien vereinbart. Es soll ein garantierter Zinssatz herauskommen – oder der Anleger erhält nach der vereinbarten Laufzeit zumindest sein Kapital garantiert zurück. Solche Garantien haben deutsche Kunden in der Vergangenheit gern angenommen. Nur hat das Quantum Sicherheit seinen Preis: Die Renditechancen sinken.

In Zeiten des historisch niedrigen Zinsniveaus erhalten Anleger, die einen Garantiezins vereinbaren, kaum mehr ihr Erspartes zurück. Denn auch die Inflation schreitet voran und frisst nicht nur den Garantiezins auf, sondern ein gutes Stückchen des Anlagewerts gleich mit.

Die Versicherungsgesellschaft Standard Life hat über das Meinungsforschungsinstitut Yougov das aktuelle Sicherheitsempfinden der Deutschen ermitteln lassen. Sie hat herausgefunden: Der Garantiezins und selbst die garantierte Rückzahlung der Anlagesumme ist für einen relevanten Anteil der Befragten nicht mehr so wichtig. Die Anleger zeigen sich offener gegenüber allgemeinen Anlagerisiken, wenn sie dadurch Aussicht auf höhere langfristige Erträge haben.

Immerhin 38 Prozent der Befragten würden eine nur 80-prozentige Garantie über die Rückzahlung der Anlagesumme akzeptieren, wenn im Gegenzug ihre Renditechancen von 2 auf 4 Prozent steigen. 10 Prozent waren sogar bereit, auf eine Kapitalgarantie vollständig zu verzichten – für eine mögliche Renditechance von 8 Prozent pro Jahr. Im günstigsten Fall, wurde den Umfrageteilnehmern vorgerechnet, könnten so 10.000 investierte Euro in 20 Jahren auf bis zu 45.000 Euro anwachsen.

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