Franke und Bornberg Neue Allianz-Police im Renditecheck

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Ist die neue Rentenpolice  „Perspektive“ der Allianz nun besser oder schlechter als die vorhandenen klassischen Tarife des Versicherers? Das Analysehaus Franke und Bornberg ist den Dingen im Auftrag des "Versicherungsjournals" auf den Grund gegangen.

Der neue Tarif RSK sieht keine Mindestverzinsung des Deckungsstocks, sondern nur eine Betragsgarantie vor. Deshalb betrage die Auszahlung für einen 32-jährigen Kunden nach 35 Jahren Laufzeit und einem Hunderter Beitrag pro Monat nur 42.000 Euro. Die garantierte Rente liege bei rund 146 Euro. Besser stehe man sich da mit dem herkömmlichen Tarif RS2 mit fast 50.000 Euro. Hier liege zudem die Garantierente bei über 173 Euro.

Klassische Tarife im Vorteil

Noch deutlicher falle die Differenz bei Einmalbeiträgen mit Aufschubzeit aus. Je größer die Spanne zwischen Ein- und Auszahlung oder Rentenbeginn, umso gravierender die Folgen. Investiert ein 45-Jähriger 100.000 Euro, wird ihm auch nur diese Summe zum Vertragsablauf garantiert. Im RS2 wären es hingegen 131.447 Euro, dank 1,75 Prozent Rechnungszins.

Für diese Analyse bedarf es nur eines einfachen Rechenschiebers. Und folgerichtig versteht sich von selbst,  dass sich der Unterschied bei kürzeren Laufzeiten relativiert. Denn je weniger Rechnungszinsen, desto niedriger auch die garantierte Leistung.

Der Verzicht auf Sicherheit wird jedoch mit der Aussicht auf eine schönere Rendite belohnt. Deshalb auch die Produktbezeichnung „Perspektive“. Nach zwölfjähriger Laufzeit liegt die Beitragsrendite laut Franke und Bornberg mit 2,93 Prozent um 0,29 Punkte höher als beim RS. Und bei 35 Jahren Vertragsdauer mit 3,6 Prozent sogar um 0,26 Prozentpunkte.

Endgültige Rentenhöhe wird später ermittelt

Allerdings erreiche der garantierte Rückkaufwert bei den beiden Tarifen zu einem sehr unterschiedlichen Zeitpunkt das eingezahlte Kapital. Beim neuen Tarif nach 28 Jahren, beim herkömmlichen RS2 hingegen schon sieben Jahre früher. Beim prognostizierten Rückkaufswert sei dies wiederum einheitlich nach zwölf Jahren der Fall.

Hinsichtlich einer Rentenzahlung lassen sich „Perspektive“-Kunden hingegen auf ein Vabanquespiel ein. Denn im Gegensatz zu den anderen Tarifen wird die Rentenhöhe erst nach den dann gültigen Rechnungsgrundlagen ermittelt. Leben die Deutschen also beispielsweise in drei Jahrzenten im statistischen Durchschnitt länger, gibt`s weniger Rente. Wie es aussieht, kann davon fast ausgegangen werden.

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