Fotostrecke Die spektakulärsten Kunstraube

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Kunstraube sind immer spektakulär, weil die Beute meist bekannt und Millionen wert ist. Einige Beispiele.

Isabella Stewart Gardner Museum, Boston, 18. März 1990

Zwei als Polizisten verkleidete Diebe verschaffen sich mitten in der Nacht Zutritt zum Museum und klauen 13 Kunstwerke, unter anderem von Rembrandt und Degas. Beutewert: Rund 222 Millionen Euro. Bis heute sind die Bilder verschollen.

Van Gogh Museum, Amsterdam, 14. Juli 1991

Bewaffnete Täter brechen nachts in das Museum ein, setzen die Alarmanlage außer Gefecht und stehlen in aller Seelenruhe 20 Bilder des Meisters, darunter das berühmte „Selbstbildnis mit Staffelei“. Beutewert: 430 Millionen Euro. Pech für die Diebe: Ihr Fluchtauto hat eine Reifenpanne, die Räuber fliehen, die Kunst bleibt im Wagen.

Kunsthalle Schirn, Frankfurt, 28. Juli 1994

Die Kunsträuber lassen sich in der Kunsthalle einschließen, überwältigen den Nachtwächter. Drei Gemälde schrauben sie von der Wand: „Licht und Farbe“ sowie „Schatten und Dunkelheit“ von William Turner und „Nebelschwaden“ von Caspar David Friedrich. Beutewert: 40 Millionen Euro. Die Londoner Tate Gallery, die die Turner-Bilder nach Frankfurt ausgeliehen hatte, zahlte 5 Millionen Euro Lösegeld und bekam die Kunstwerke zurück. Auch der Friedrich konnte auf diese Weise zurückgeholt werden.

Sammlung E.G. Bührle, Zürich, 10. Februar 2008

Maskierte Räuber stürmen am helllichten Tag in das kleine Museum, halten den Besuchern Waffen an den Kopf, zwingen sie zu Boden. Vier Gemälde der Künstler van Gogh, Monet, Degas und Cézanne nehmen sie mit. Beutewert: Rund 115 Millionen Euro. Die Bilder „Blühende Kastanienzweige“ von van Gogh und „Mohnblumen bei Vétheuil“ von Monet finden Passanten kurze Zeit später in einem verlassenen Wagen. Von Degas’ „Ludovic Lepic und seine Töchter“ und Cézannes „Der Knabe mit der roten Weste“ fehlt nach wie vor jede Spur.

Pfefferminzia HIGHNOON