Konzentration ist hoch

Der Fondspolicen-Markt ist dabei fest in der Hand einiger weniger Anbieter. Die Liste führt die Generali-Tochter Aachen-Münchener mit einem Marktanteil von gut 19 Prozent an. Auf dem zweiten Platz folgt mit rund 11 Prozent die Zurich, die sich schon vor Jahren auf das Fondspolicen-Geschäft spezialisiert hat, vor HDI.

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Auch bei den Fonds, die in Fondspolicen angeboten werden, gibt es eine starke Konzentration. Die Deutsche Asset Management beherrscht das Feld. Allein in der DWS-Flex-Pension-Serie liegen weit über 4 Milliarden Euro an investiertem Kundengeld. Die Produkte sind Garantiefonds, bei denen die Fondsmanager laufend vor allem zwischen Aktienfonds und Rentenprodukten hin- und herschichten.

Am häufigsten in Fondspolicen tauchen aber zwei andere Fonds auf – der Templeton Growth (WKN: 941034) von Franklin Templeton und der European Growth von Fidelity (973270). In den Fondspaletten von 47 Versicherern sind diese Produkte jeweils vertreten.

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Beides sind absolute Fondsklassiker, hatten zwischendrin aber auch ihre Durchhänger. So kommt der Templeton Growth über zehn Jahre auf eine Performance von rund 23 Prozent, der Fidelity European Growth schafft in dieser Zeit gut 20 Prozent. Da geht sicher mehr. Besonders relevant ist die Performance von Einzelfonds aus dem Grund, dass Anleger sich in der Regel einmal, nämlich bei Vertragsabschluss, um die Fondsauswahl kümmern – und dann nicht mehr. Das heißt, sie können sich dabei langfristig gesehen auch ordentliche Krücken in die Police holen. Die Rating-Agentur Feri bemängelt zumindest seit Jahren, dass das Fondsangebot in Fondspolicen nicht nur die Perlen der Asset Manager bereithält.