Folge des Germanwings-Absturzes Versicherer verabschiedet sich aus Luftfahrt-Geschäft

Bundeskanzlerin Angela Merkel legt vor dem Joseph-König-Gymnasium in Haltern Blumen an eine Tafel, die die Namen der Opfer des Germanwings-Absturzes trägt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel legt vor dem Joseph-König-Gymnasium in Haltern Blumen an eine Tafel, die die Namen der Opfer des Germanwings-Absturzes trägt. © Getty Images

Mehrere schlimme Flugzeugunglücke der vergangenen Jahre führen dazu, dass sich HDI Global aus dem Markt zurückzieht. Dabei wird die Luftfahrt insgesamt immer sicherer.

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Der Absturz der Germanwings-Passagiermaschine im vergangenen Jahr ist der Grund dafür, dass Versicherer HDI Global das Erstversicherungsgeschäft für Fluggesellschaften aufgeben will. Aufgrund der Ereignisse habe man das Geschäft „neu bewertet“, erklärte der Versicherer gegenüber dem Handelsblatt.

Hinzu kommen seit zehn Jahren bereits sinkende Preise auf dem Markt. Wegen des Preisdrucks seien die Rechnungen vieler Anbieter nicht mehr aufgegangen.

Paradox ist, dass sich die Sicherheit vieler Fluggesellschaften deutlich verbessert hat und die Zahl der Abstürze zurückgegangen ist. Wenn es aber zu einem Unglück kommt, sind die Folgen besonders schlimm. Beispiele sind die Malaysia-Maschine MH370 im Frühjahr 2014, der Malaysia-Flug MH17 im Juli 2014 und die Germanwings-Maschine 9525 im vergangenen März. Die zum Talanx-Konzern gehörende HDI Global gehört zum Konsortium an Gesellschaften, das beide Airlines versichert hatte.

Der Rückzug aus der Versicherung von Fluggesellschaften gelte jedoch nur für die Erstversicherung bei Talanx, hieß es bei dem Konzern. Das Rückversicherungsgeschäft sei nicht betroffen, es wird über die Hannover Re abgewickelt.
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