Förderung nicht richtig eingerechnet PKV-Verband kritisiert Pflege-Bahr-Test

Pflegevorsorge: Seit Einführung des Pflege-Bahrs haben Kunden 550.000 Policen der staatlich geförderten Pflegevorsorge abgeschlossen.
Pflegevorsorge: Seit Einführung des Pflege-Bahrs haben Kunden 550.000 Policen der staatlich geförderten Pflegevorsorge abgeschlossen. © Getty Images

In Deutschland gibt es zirka 3 Millionen Pflegepolicen. Ein Drittel davon kam allein in den vergangenen zwei Jahren hinzu, nachdem der Staat die geförderte Pflegevorsorge einführte. Laut PKV-Verband ist der Pflege-Bahr für viele Menschen die Brücke zum Einstieg in die Pflege-Vorsorge. Ein aktueller Policen-Check von Ökotest habe dies jedoch nicht erkannt. Was der PKV-Verband kritisiert.

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Der staatlich geförderte Pflege-Bahr ermöglicht vor allem Geringverdienern und Menschen mit Vorerkrankungen eine private Pflegevorsorge. Dieser Vorteil des Pflege-Bahrs werde in der Zeitschrift Ökotest nicht erkannt, kritisiert der Verband der privaten Krankenversicherer die Tester.

Ebenfalls missfällt den Lobbyisten das Bewertungsverfahren. So rechne Ökotest die staatliche Förderung wie einen Eigenbeitrag zu Lasten des Kunden. Für Pflege-Bahr-Kunden sei jedoch einzig der Nettobeitrag relevant. Hätte die Zeitschrift sich auf diesen tatsächlichen Zahlbetrag konzentriert, dann wäre das Testergebnis der Pflege-Bahr-Policen deutlich besser ausgefallen.

Unverständlich ist für den PKV-Verband ebenfalls, dass die Musterkunden von Ökotest lediglich zwischen 35 und 65 Jahren lagen. Dabei sei die staatliche Förderung bereits ab 18 Jahren erhältlich. Der Vorteil dieses frühen Eintrittsalters: Die Leistungen würden sich erkennbar verbessern.

Ebenfalls widerspricht der Verband der Ökotest-These, dass Pflege-Verträge von überwiegend Kranken abgeschlossen werden. Eigene Zahlen würden zeigen, dass 50 Prozent aller Verträge Kunden unter 50 Jahren gehörten. Den pflegenahen Jahrgängen 70plus seien gerade einmal 5 Prozent der Policen zuzuordnen.

Eine weitere Kritik an Ökotest: Die Aussage, dass es nach dem erstmaligen Auslaufen der fünfjähri-gen Wartezeit zu einer Preisexplosion kommen könnte, ist laut PKV-Verband nicht richtig. Die Versicherer hätten die Leistungen von vornherein risikoadäquat kalkuliert.
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