Stephanie Schlick, Leiterin des Maklervertriebs der Dialog, spricht mit Moderator Ralf Schmitt über geplante Neuerungen für Makler. © Screenshot
  • Von Oliver Lepold
  • 26.06.2020 um 12:48
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In Zeiten von Corona finden Weiterbildung und Kontaktaustausch zwischen Maklern und Versicherern vorwiegend online statt. Hier gehen Versicherer auch neue Wege. Mit der „Feierabend Lounge“ wählte die Dialog ein neues Format: Innovationsexperten gaben Maklern Tipps, wie sie in der Krise neue Geschäftschancen ergreifen können, Vertriebsverantwortliche lieferten Informationen über aktuelle Entwicklungen, lockere Moderation und musikalische Unterhaltung mit dem Pianisten und Sänger, Tom Friedländer, sorgten für einen unterhaltsamen Ablauf.

An drei Abenden im Mai und Juni präsentierte die zum Generali-Konzern gehörende Dialog zweistündige Infotainment-Veranstaltungen für Makler. Auf aktuelle Impulsvorträge folgte ein Dialog mit den Experten des Unternehmens und ein Ausblick auf Neuerungen. Über das Scannen eines QR-Codes konnten die Teilnehmer zu Fragen der Referenten direkt abstimmen. Nach Themen wie „Mut – wie behält man den Humor“ und „Konflikte vermeiden und lösen“ fand die Reihe mit „Raus aus alten Denkmustern“ einen vorläufigen Abschluss.

Innovationscoach Christian Buchholz zeigte dabei plakativ auf, wie man sich aus alten Denkmustern befreit – mit aktuellen Beispielen aus der Corona-Krise. So verkauft der Wirt seines Stammcafés nun Kaffee-Spezialitäten im Internet. Und eine italienische Großmutter, deren Pasta-Kurse nicht mehr stattfinden konnten, verdreifachte ihren Geschäftserfolg mit Online-Kursen, die sie zum gleichen Teilnehmerpreis mit technischer Hilfe ihrer Enkel veranstaltete.

Eingefahrene Denkmuster durchbrechen

„Bei innovativem Denken geht es nicht darum, vorauszuplanen, sondern darum, in der konkreten Situation flexibel zu reagieren und sich andere Möglichkeiten zu erschließen“, sagte Buchholz. Wer eingefahrene Denkmuster durchbricht, erschließt sich neue Möglichkeiten. Vor Entscheidungssituationen sei es etwa hilfreich, sich möglichst viele Variablen zu notieren.

Er forderte die Teilnehmer auf, sich 20 Möglichkeiten aufzuschreiben, wie man während des Lockdowns mit Bestandskunden in Kontakt bleiben kann. „Da sind dann bestimmt auch fünf neue dabei.“ Als weitere Zutaten für Innovation nannte er Reflexion und ausreichend Freiraum, also die Zeit und den Raum zu haben, um sich kreativ zu betätigen.

Tom Friedländer sorgt für entspannende Live-Musik zwischen den Programmpunkten.
Wie man konsequent Innovationen fördert

Innovationsexperte Gerriet Danz erläuterte anschließend, wie man die Innovation von Teams am besten fördert. „Wie oft haben Sie sich in ihrer beruflichen Laufbahn neu erfunden? Wann werden sie dies das nächste Mal tun?“ fragte Danz die Teilnehmer. Gerade im Versicherungsbereich sei das besonders wichtig. Man müsse offen mit Wandel umgehen und regelmäßig hinterfragen, inwieweit das, was man heute tut, auch geeignet ist, um in den nächsten Jahren weiter erfolgreich zu sein?

  1. Danz erläuterte fünf kulturelle Faktoren, die wesentlich sind, damit aus einer Idee im Team eine echte Innovation werden kann:
    Kreativität: das Zusammenbringen von ungewöhnlichen Verknüpfungen;
  2. Kollaboration: Menschen sollten so oft wie möglich zusammengebracht werden
  3. Diversität: das Zusammenbringen vieler unterschiedlicher Menschen;
  4. Fehlerkultur: eine Kultur der Angstfreiheit, die Mut macht, neue Wege und auch ein Risiko einzugehen;
  5. Freiheit, die eng verwoben ist mit Vertrauen. Man muss anderen Menschen vertrauen, so dass sie ihren eigenen Weg gehen können.
Austausch mit den Entscheidungsträgern der Dialog

Nach den Vorträgen konnten die Teilnehmer Fragen an die beiden Referenten, aber auch an Jürgen Karthaus und Stephan Visel, Leiter der Bereichsdirektionen Nord und Süd der Dialog, stellen. Stefanie Schlick, Leiterin des Maklervertriebs der Dialog, sprach abschließend ebenfalls über die Krise als Innovationstreiber. Sie kündigte weitere Online-Formate zu den Aktivitäten der Dialog an und erläuterte geplante Neuerungen des Unternehmens für Makler.

So wird derzeit der Antragsprozess in der Risikolebensversicherung komplett überarbeitet. „Wir werden den gesamten Prozess, soweit es möglich ist, zügig digital aufstellen, mit digitaler Unterschrift und Dunkelverarbeitung bis hin zum Maklerverwaltungsportal“, sagte Schlick. Zudem soll die im vergangenen Jahr neu eingeführte Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Leute, SBU-go professional, verstärkt beworben werden.

Eine weitere Neuerung: „Wir werden nun in Kunst investieren und im Maklermarkt das Thema Kunstversicherung positionieren“, kündigte die Maklervertriebsleiterin an. Dazu sei „ARTE Generali“ 2019 gegründet worden. „Bleiben wir im Dialog!“, so Schlicks Schlusswort.

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Oliver Lepold

Oliver Lepold ist Dipl.-Wirtschaftsingenieur und freier Journalist für Themen rund um Finanzberatung und Vermögensverwaltung. Er schreibt regelmäßig für Das Investment, Pfefferminzia und private banking magazin.

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