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Fallstrick Überschwemmungsrückstau Worauf es bei der Wohngebäudeversicherung ankommt

Rheinland-Pfalz: Im Juni stehen Häuser im Wasser der Prüm, die nach heftigen Regenfällen über die Ufer getreten ist.
Rheinland-Pfalz: Im Juni stehen Häuser im Wasser der Prüm, die nach heftigen Regenfällen über die Ufer getreten ist. © dpa/picture alliance

Lage, Lage, Lage – nach diesem Motto verfahren nicht nur Immobilienmakler, sondern beispielsweise auch Wohngebäudeversicherer in der Prämienkalkulation. Den Standort des Gebäudes können Eigenheimbesitzer nicht mehr beeinflussen, wenn sie eine entsprechend Police abschließen – zu beachten bleiben aber viele vertragliche Details. Ein Fallstrick lauert unter anderem beim Schutz vor Überschwemmungsrückstau.

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Ob Blitzschlag, Wasserschaden oder Brand – wie wichtig der (passende) Schutz der Immobilie ist, zeigt sich immer wieder. Um geschützt zu sein, empfiehlt sich eine Wohngebäudeversicherung. Allerdings sichert sie Schäden durch Hochwasser, Starkregen, Erdrutsche oder Schneelasten nicht ab. Denn dabei handelt es sich um Elementarschäden, die gesondert abgesichert werden müssen. „Bei Starkregen nützt mir Schutz vor Leitungswasserschaden nichts", erläutert Gabriele Zeugner von der Verbraucherzentrale Bremen gegenüber dem Nachrichtensenders n-tv.

Sie empfiehlt Verbrauchern, sich über ihre Standortrisiken im Internet zu informieren. Grundsätzlich würden Versicherer den Elementarschadenschutz nur im Paket mit einer Wohngebäudeversicherung anbieten. Ganz unabhängig jedoch davon, sollten Immobilienbesitzer auf den Einschluss der groben Fahrlässigkeit achten, so der Rat. Denn nur dadurch ließen sich beispielsweise Schäden durch vergessene Herdplatten oder brennende Kerzen regulieren. Gleiches gelte für Überspannungsschäden an Heizungselektronik und Smarthome-Installationen, die manchmal nicht von dem Blitzschutz erfasst seien.

Wird eine Rückstauklappe plus erforderlicher Wartung verlangt?

Auch bei Wasserschäden, zum Beispiel infolge defekter Abwasserrohre, ist laut Verbraucherschützerin Obacht geboten. Nicht immer wird der Schaden von der kommunalen Wasserversorgung übernommen, wenn die geborstene Leitung außerhalb des eigenen Grundstücks liegt. „Da wäre es unglücklich, wenn dies in der eigenen Wohngebäudepolice fehlt“, heißt es.

Ein Fallstrick lauere zudem beim Schutz vor Überschwemmungsrückstau: Eventuell stehe „im Kleingedruckten“, dass der Versicherer den Einbau einer Rückstauklappe plus der erforderlichen Wartung verlange.

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