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Erste Schadensbilanz Sturm „Friederike“ kostet Versicherer wohl 500 Millionen Euro

Umgekippte Bäume nach dem Sturm in Göttingen: Frederike hat in vielen Bundesländern für viele Schäden gesorgt.
Umgekippte Bäume nach dem Sturm in Göttingen: Frederike hat in vielen Bundesländern für viele Schäden gesorgt. © dpa/picture alliance

Laut einer ersten Einschätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat das Orkantief Friederike versicherte Schäden von rund 500 Millionen Euro verursacht. Welche Versicherer besonders betroffen sind und was im Schadenfall zu tun ist, erfahren Sie hier.

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500 Millionen Euro – so hoch werden laut einer ersten Prognose des Versicherungsverbands GDV wohl die Schäden sein, die der Sturm „Friederike“ in Deutschland verursacht hat. Dabei entwurzelte der Orkan Bäume, riss Dächer herunter und schob Autos herum.

Mit am stärksten betroffen war der Niederrhein und das nördliche Ruhrgebiet. „Die Schadensumme wird alleine bei unseren Kunden voraussichtlich bis zu 80 Millionen Euro betragen“, schätzt Martina Hankammer, stellvertretende Pressesprecherin der Provinzial Rheinland. Bisher seien bei der Versicherung bereits rund 8.500 Sachschäden an Gebäuden und mehr als 300 Schäden an Kraftfahrzeugen gemeldet worden. 

Auch die LVM-Versicherung geht von besonders vielen Schäden aus. „Da sich die Zahl der gemeldeten Schadenfälle momentan noch kontinuierlich erhöht, ist es zu früh, um zum gesamten Ausmaß verlässliche Angaben zu machen“, sagt Benedikt Hoffschulte, Leiter der LVM-Sachschadenabteilung.

Welcher Versicherer ist zuständig?

Mieter und Wohneigentümer müssen bei Schäden am Gebäude ihre Wohngebäudeversicherung kontaktieren. Bei Schäden am Inventar, also beispielsweise an Möbeln, ist die Hausratversicherung zuständig. Darüber informiert die Ammerländer Versicherung in einer Pressemitteilung. Beide Versicherungen springen in der Regel bei Sturm (ab Windstärke 8), Hagel und Blitzschlag ein.

Wichtig zu wissen: In beiden Fällen sind nicht alle Schäden durch Naturereignisse abgedeckt. So greift die Standard-Wohngebäudeversicherung nicht immer bei vollgelaufenen Kellern. Die Ausnahme: Das Wasser ist durch eine Öffnung in das Haus gelangt, die durch den Sturm entstanden ist.

Elementarschadenversicherung, um sicher zu sein

Da es in Deutschland aber immer häufiger zu Schäden durch Naturgefahren kommt, rät die Ammerländer Versicherung zu einer Elementarschadenpolice. Diese lässt sich als Zusatzbaustein zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung hinzubuchen.

Je nach Vertrag sind Schäden am Gebäude und/oder Hausrat versichert. Abgedeckt sind etwa Starkregen, Überschwemmung, Rückstau, Hochwasser oder Schneedruck. Die Elementarschadenversicherung leistet beispielsweise bei Reparaturen im und am Haus oder bei Trockenlegung. Auch die Kosten für Reparatur oder Wiederbeschaffung des Hausrats übernimmt sie.

Wie verhält man sich am besten im Schadenfall?

Kunden sollten gerade nach einem Naturereignis schnell sein mit der Schadendokumentation. Fotos, Videos und wichtige Daten helfen, um dem Versicherer ein genaues Bild zu vermitteln. Darüber hinaus braucht man eine Auflistung aller Gebäudeelemente und Gegenstände, die zerstört wurden.

Beides wird gemeinsam mit einer sogenannten „Schadenanzeige“ an den Versicherer übermittelt. Diese ist meist als Dokument auf der Webseite abrufbar, so wie auch die Kontaktdaten des Kundendienstes.

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