Personal einer mobilen Corona-Teststation: Die Mehrheit der Deutschen hat Angst vor einer zweiten Pandemie-Welle im kommenden Jahr. © picture alliance/dpa | Marijan Murat
  • Von Juliana Demski
  • 12.10.2020 um 18:20
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60 Prozent der Menschen hierzulande fürchten sich vor einer weiteren Corona-Welle im Jahr 2021. Gleichzeitig hat es die Pandemie geschafft, die Risikoeinschätzung der Deutschen in vielen Bereichen zu verändern – das zeigt eine aktuelle Umfrage des Versicherers Ergo.

Sechs von zehn Deutschen (60 Prozent) sorgen sich aktuell vor einer weiteren Corona-Welle im nächsten Jahr. Für knapp jeden vierten Bundesbürger (23 Prozent) ist das Risiko einer Erkrankung an Corona die größte Angst – das sind zentrale Ergebnisse der diesjährigen Ausgabe des „Risiko-Reports“, einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Ergo Versicherung.

Gleichzeitig bewerteten die Umfrageteilnehmer nun auch allgemeinere Risiken mit anderen Augen. So bleibt eine schwere Erkrankung die größte Zukunftsangst hierzulande – im Corona-Jahr hat sich diese Sorge im Vergleich zum Vorjahr aber noch einmal verstärkt (40 Prozent versus 35 Prozent im Vorjahr).

Gleichzeitig hat sich das erwartete Risiko, in den nächsten Jahren „Opfer einer Virusepidemie zu werden“, fast verdoppelt (30 Prozent versus 16 Prozent im Vorjahr). Als größter Hoffnungsträger für die Zukunft gilt laut Studie dementsprechend auch der „medizinische Fortschritt“ (50 Prozent versus 48 Prozent im Vorjahr). Gefragt nach dem Thema Digitalisierung beurteilten die Deutschen außerdem Identitätsdiebstahl (53 Prozent versus 50 Prozent im Vorjahr) und Verlust des Datenschutzes (49 Prozent versus 48 Prozent im Vorjahr) als größte Gefahren.

Auch zeigt sich, dass viele Deutsche in der aktuellen Krisenzeit Verzicht üben für ihre und die allgemeine Gesundheit – so meidet die Mehrheit derzeit Besuche von Kulturveranstaltungen (79 Prozent), Kino (75 Prozent), Kneipen- und Bars (74 Prozent) sowie Urlaubsreisen (68 Prozent). Auf der anderen Seite sehen einige Deutsche auch Chancen in der Corona-Krise: 28 Prozent der Befragten nannten beispielsweise positive Auswirkungen auf die Umwelt.

Auch zur Corona-Warn-App wurde nachgefragt. Das Ergebnis:

Rund vier von zehn Befragten über 18 Jahren nutzen das Angebot derzeit (38 Prozent). Insbesondere junge Menschen bis 30 Jahre (48 Prozent) und Besserverdienende (51 Prozent) haben die App häufig installiert. Ein Teil der Nichtnutzer würde jedoch erwägen, die App bei ansteigenden Infektionszahlen (18 Prozent), besseren Informationen zur Funktionsweise der App oder zum Datenschutz (16 Prozent) auf ihrem Smartphone zu installieren. Rund jeder vierte Befragte (27 Prozent) lehnt die Nutzung der App grundsätzlich ab.

Auch die Einstellungen zu weiteren technologischen Innovationen wurden in diesem Jahr erstmals zum Umfragethema. Es zeigt sich: Sechs von zehn Befragten würden sich am Telefon bei der Wahl zwischen einem Menschen und einem Sprachassistenten für den Sprachassistenten entscheiden. Zudem geben mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) an, einen Online-Abschluss von Versicherungen für wichtig zu erachten, für jeden Vierten (24 Prozent) ist dies sogar ein Muss.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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