Erfolgreiches Geschäftsjahr für die Bayerische „Viele Vermittler erweitern ihr Produktportfolio“

So lief das vergangene Geschäftsjahr für die Bayerische.
So lief das vergangene Geschäftsjahr für die Bayerische. © Bayerische

Die Versicherungsgruppe die Bayerische hat das Geschäftsjahr 2014 gut hinter sich gebracht. Der Rohgewinn der Gruppe verdoppelte sich fast von 25,7 Millionen auf 49,3 Millionen Euro. Die Brutto-Beitragseinnahmen legten um 5,7 Prozent auf 462 Millionen Euro zu. Ein Treiber der guten Ergebnisse, gerade im Kompositgeschäft, ist das LVRG.

| , aktualisiert am 10.01.2017 14:43  Drucken
„Das Jahr 2014 war für die Unternehmensgruppe von herausragender Bedeutung – uns ist vieles gelungen, trotz anspruchsvoller Marktbedingungen“, so Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe die Bayerische auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Besonders wichtig war es den Verantwortlichen, Rücklagen und Reserven für die kommenden Jahre zu schaffen.

So stieg das Eigenkapital der Gruppe auf 188,8 Millionen Euro (Vorjahr: 168,3 Millionen Euro). Die Zinszusatzreserve belief sich 2014 auf 120 Millionen Euro – ein Plus von 84,3 Prozent. Wobei große Teile des Aufwandes schon für das Geschäftsjahr 2015 verarbeitet werden konnten. Die Solvabilitätsquote der Konzernmutter stieg um 6 Prozentpunkte auf 240 Prozent. Der Branchenschnitt liegt bei etwa 168 Prozent.
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„Mit dem überdurchschnittlichen Aufstocken unserer Reserven und Eigenmittel verstärken wir unser Fundament für die nächsten Jahrzehnte und schaffen damit die Basis für weiteres Wachstum“, so Schneidemann weiter.

So lief es in der Lebensversicherung …

Das Geschäft bei der Neuen Bayerischen Beamten Lebensversicherung, der operativen Tochter für die Lebensversicherungs-Produkte, entwickelte sich gut. Insbesondere getrieben durch das Neugeschäft gegen laufende Beiträge stiegen die Beitragseinahmen um 11 Prozent auf 144,4 Millionen Euro (brutto). Die Beitragssumme Neugeschäft sprang auf 489,8 Millionen Euro (plus 50,2 Prozent). Gleichzeitig sank die Verwaltungskostenquote leicht von 2,3 auf 2,2 Prozent.

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen blieb mit 5,8 Prozent fast auf dem gleichen Niveau wie 2013  (5,9 Prozent). Die Eigenkapitalquote beträgt 12,2 Prozent – Branchenschnitt ist ein Wert von 1,9 Prozent.

… und so im Kompositgeschäft

Beim Kompositversicherer Bayerische Beamten Versicherung zeigte die Neugestaltung des Produktportfolios Wirkung. Die Rechtsschutzsparte hat der Versicherer komplett aufgegeben, im Kfz-Bereich verzichtet man zum Beispiel auf die Absicherung von Taxen und anderes Gewerbe- oder Flottengeschäft. Trotzdem stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 1,8 Prozent auf 104,2 Millionen Euro.

Das liege unter anderem daran, „dass Makler ihr Produktportfolio erweitern“, sagte Vorstand Martin Gräfer. Das sei sehr schön an der Reiseversicherung Travel Protect zu sehen. Hier stiegen die Jahresbeiträge allein im ersten Halbjahr 2015 um 252 Prozent. „Dieses Produkt hatte vor dem Lebensversicherungsreformgesetz kaum ein Vermittler auf dem Schirm“, so Gräfer. Jetzt laufe aber die Suche nach Alternativen. Das Neugeschäft in der SHU legte insgesamt um 14,5 Prozent auf 7,9 Millionen Euro zu.

Neue Ideen fürs Produktportfolio

„Wir konzentrieren uns im laufenden Geschäftsjahr 2015 darauf, unser Produktportfolio zu erneuern und durch weitere neue Ideen zu ergänzen“, so Gräfer. Ein Beispiel hierfür ist die gerade eingeführte neue Unfallwelt der Bayerischen (wir berichteten). Die Police bietet eine Deckungssumme bis zu 10 Millionen Euro und leistet bei einer Invalidität ab einem Prozent. Diesen Schutz gibt es ab 9,90 Euro Monatsbeitrag.

Im Leben-Bereich kauften Kunden neben der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung und der Strategierente XXL vor allem die neue Plusrente, die nach dem Prinzip „Shoppen für die Rente“ funktioniert. Über 4.000 Plusrenten hat der Versicherer verkauft. Das sei der „erfolgreichste Produktneustart seit sehr langer Zeit“, sagte Gräfer.

Bis zu 40 Millionen Euro für die Digitalisierung

Vorankommen will die Bayerische auch in Sachen Digitalisierung. So will der Versicherer zwischen 2014 und 2019 insgesamt 35 bis 40 Millionen Euro für besseren und schnelleren Service & Co. ausgeben. Die Online-Risikoprüfung über das Tool Diagnose X ist ein Beispiel hierfür. Man steht aber auch kurz davor, eine Videoberatung einzuführen, so Gräfer.
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