Einlaufkinder, Freikarten, Stadion Wie Versicherer vom Fußball profitieren

Dennis Aogo von Schalke 04 (links) und Shinji Kagawa von Borussia Dortmund im erbitterten Kopfballduell beim Bundesligaspiel Schalke gegen Dortmund im Signal-Iduna-Park.
Dennis Aogo von Schalke 04 (links) und Shinji Kagawa von Borussia Dortmund im erbitterten Kopfballduell beim Bundesligaspiel Schalke gegen Dortmund im Signal-Iduna-Park. © Getty Images

Allianz und Signal Iduna machen vor, wie man mit gezieltem Sportmarketing von der Emotionalität der Vereine profitieren und neue Kunden gewinnen kann.

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Dabei ist das Vorgehen zwischen den beiden großen Versicherern durchaus unterschiedlich. Die Allianz wirbt mit einer Art Spieltagsversicherung auf der Homepage des FC Bayern München: „Du schaffst es nicht rechtzeitig in die Arena. Dir kommen Deine Schlüssel im Trubel abhanden. Ein unachtsames Stolpern auf der Treppe hat schlimmere Folgen als gedacht.“

Torsten Uhlig, Bereichsleiter Marketing bei der Signal Iduna findet die Spieltagsversicherung laut eines Handelsblatt-Berichts „konstruiert“. Der Dortmunder Versicherer setzt lieber auf Werbeflächen der anderen Art, den Signal Iduna Park nämlich (obwohl die Allianz ja auch eine eigene Arena hat).

„Wir profitieren ungemein von der Emotionalität des Fußballs“, sagt Uhlig. Im Sponsoren-Vertrag mit dem BVB habe sich der Versicherer diverse Rechte gesichert. Etwa die Auswahl der Einlaufkinder. Oder über 1.000 Karten pro Spiel. Was bringt das? Wenn Meinungsforscher nach dem Namen Signal Iduna fragen, erkennen ihn 65 Prozent der Befragten wieder. In die Versicherungsmarke sollten Emotionen rein, so Uhlig: „Das ist besser gelungen, als wir uns das am Anfang vorstellen konnten.“
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