Einladung zur Cyberattacke Machen gehackte Gesundheitsdaten Millionen Versicherte gläsern?

Gebäuder der Deutschen Rentenversicherung in Berlin.
Gebäuder der Deutschen Rentenversicherung in Berlin. © DRV

Das ARD-Magazin Kontraste berichtet in seiner aktuellen Ausgabe darüber, dass die Deutsche Rentenversicherung (DRV) nicht genügend Vorsorge in Sachen Datenschutz getroffen hat. Für Hacker ist damit der Weg zu Gesundheitsdaten von Millionen Versicherten frei.

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Der Einsatz des Betriebssystems Windows XP in Verbindung mit Anwendungen wie einem privaten Mail-Account oder Wikipedia ermögliche es Hackern ohne Anstrengungen direkten Zugriff auf Gesundheitsdaten der Versicherten zu erhalten, berichtet das ARD-Magazin Kontraste. Besonders pikant dabei: Für Versicherte könnte dies die Ablehnung von Kreditanfragen oder Nachteile bei Versicherungen nach sich ziehen.

Die Informationen kommen dabei nicht von irgendwo her. Mitarbeiter haben Screenshots zur Verfügung gestellt. Angaben zur genutzten Software Windows XP seien öffentlich einsehbar ins Netz gestellt worden, berichtet die ARD im ausgestrahlten Beitrag. Dadurch haben Hacker einen noch leichteren Zugriff auf das ohnehin angeschlagene System der Rentenversicherung.

Seit 2014 gibt es für das die der DRV im Einsatz befindliche Windows XP keine Updates mehr. Die dadurch entstehenden Sicherheitslücken bergen Gefahren. Diese nimmt man in Berlin Hinweisen der Bundesdatenschutzbeauftragten zum Trotz billigend in Kauf. Geschädigt werden dabei vor allem die Versicherten, denn sie könnten ernste Konsequenzen davon tragen.

Werden die Gesundheitsdaten öffentlich, könnte dies Einfluss auf die Tarifierung von Prämien bei Versicherungen haben. Denkbar wäre auch ein Einfluss auf Kreditentscheidungen.
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