„Echtes Desaster für die Bundesregierung“ Immer weniger Riester-Sparer bekommen die volle Zulage

Vorsitzende der Links-Fraktion Sahra Wagenknecht: Die Linke setzt sich für eine Überführung der Riester-Verträge in die staatliche Rentenversicherung ein.
Vorsitzende der Links-Fraktion Sahra Wagenknecht: Die Linke setzt sich für eine Überführung der Riester-Verträge in die staatliche Rentenversicherung ein. © Getty Images

Nicht einmal die Hälfte aller Riester-Sparer erhalten die volle Zulage auf ihre Verträge, Tendenz abnehmend. Die Ergebnisse einer Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke in einer Grafik.

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Nicht einmal die Hälfte aller Riester-Sparer erhielten seit Einführung des Riester-Sparens die volle Zulage aus dem staatlichen Altersvorsorge-Förderprogramm. Das ist das Ergebnis einer schriftlichen Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Die Antwort des Bundesfinanzministeriums liegt dem Portal Versicherungsjournal.de vor.

Demnach hat sich die Zahl der Empfänger mit voller Zulagenquote seit dem Beginn des Förder-Programms 2002 nie oberhalb  der 50-Prozent-Marke bewegt. Aufgrund des zweijährigen Zeitraums für die Beantragung der Zulagenförderung stammen die aktuellsten vorliegenden Zahlen über Riester-Verträge aus dem Jahr 2012. In diesem Jahr war der Anteil der voll geförderten Riester-Verträge zum vierten Mal in Folge rückläufig. In absoluten Zahlen: Von 15,8 Millionen Riester-Sparern nutzten lediglich knapp 5,9 Millionen die staatliche Förderung voll aus.

Der rentenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke Matthias W. Birkwald bezeichnete in einem Kommentar die Riester-Rente als gescheitert. Das Modell habe sich „zu einem echten Desaster für die Bundesregierung entwickelt“, zitiert Versicherungsjournal.de. Die Partei Die Linke setzt sich für eine Abschaffung der Riester-Rente und ihre Überführung in die gesetzliche Rentenversicherung ein.


Quelle: BMF/Versicherungsjournal.de
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