Oliver Schoeller, Vorstandsvorsitzender Gothaer Krankenversicherung. © Gothaer
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  • 16.09.2019 um 04:32, aktualisiert am 21.10.2019 um 08:39
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Viele Versicherer treiben ihr digitales Angebot mit Tempo voran. Ein Beispiel ist die Gothaer Krankenversicherung. Dort ist E-Health (Electronic Health) auf dem Vormarsch. Ein Thema, das auch auf dem Pfefferminzia-Gesundheitstag am 23. September in Frankfurt eine große Rolle spielen wird. Im Interview spricht Oliver Schoeller, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Krankenversicherung, über die neuen Angebote seines Hauses.

Was haben die Versicherten von solchen Services, zum Beispiel von der digitalen Gesundheitskarte Vivy? Überfordern Sie dadurch nicht gerade ältere Kunden?

Die Nutzung von Services wie einer digitalen Gesundheitsakte verbindet isolierte Daten mit zeitgemäßen Services. Das ermöglicht den Versicherten, die notwendigen Akteure wie Ärzte, Therapeuten und Kliniken möglichst schnell mit Informationen und Daten zu unterstützen, was wiederum die Kundenrechte und -souveränität stärkt.

Die ist nicht nur etwas für junge Kunden. Auch für ältere Kunden ist das ein Gewinn. Sie leiden oftmals an mehreren Erkrankungen gleichzeitig, haben eine längere und komplexere Gesundheitshistorie und nehmen vermehrt verschiedene Medikamente parallel ein. Diese Daten können dem Arzt zur Verfügung gestellt werden und ermöglichen so eine schnelle und zielgerichtete Behandlung.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, allen Kunden im Rahmen ihrer Patientenreise die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen. Vivy ist hier ein bedeutender Baustein, der die Gesundheitsservices mit der Patientenhistorie verbindet. Ich kann gar nicht genug betonen, welcher Gewinn eine solche Infrastruktur für das Gesundheitswesen und die Patienten sein kann.

Wie wird sich die Digitalisierung auf die Berater-Tätigkeit auswirken?

Wir wollen nicht nur dem Kunden die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit uns leichter machen, sondern auch dem Vertrieb. Entsprechend ist es wichtig, dass wir eine einfache und digitale Abschlussstrecke zur Verfügung stellen. Darüber hinaus schätzen unsere Vertriebspartner unsere Ausrichtung als Gesundheitsdienstleister. Denn damit schaffen wir noch mehr positive Berührungspunkte mit den Kunden.

Was tut die Gothaer konkret in punkto Prävention Ihrer Versicherten?

Wir erfahren in Gesprächen mit unseren Versicherten immer häufiger, dass sie die Gothaer auch in Fragen der Prävention zur Rate ziehen möchten. Dieser Kundenerwartung werden wir in den kommenden Monaten mit neuen Services und Angeboten begegnen. Erste Schritte haben wir bereits mit dem Angebot von Selfapy gemacht und werden dies sukzessiv ausbauen – denn die Gesundheit unserer Versicherten soll im Mittelpunkt stehen.

Welche Rolle spielt die betriebliche Krankenversicherung (bKV) bei der Transformation der privaten Krankenversicherung zu einem Gesundheitsdienstleister?

Die betriebliche Krankenversicherung richtet sich an Geschäftskunden. Wir sehen extrem viel Potenzial in diesem Bereich und eine echte Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die bKV ist Teil der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Unternehmen haben erkannt, dass eine bKV im Kampf um Fachkräfte und Bindung von Mitarbeitern ein wertvolles Instrument darstellt. Auch Fehlzeiten und Ausfallkosten lassen sich damit reduzieren. Ein Beispiel sind Vorsorgetarife, durch die Mitarbeiter motiviert werden, Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen, damit eventuelle Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können.

Bei der bKV handelt es sich jedoch nicht um ein reines Versicherungsprodukt. Die bKV der Gothaer kann mehr: Jeder bKV-versicherte Mitarbeiter erhält Zugang zur Gothaer Gesundheitsapp. Die App hat nicht nur die Funktion, unkompliziert Rechnungen zur Erstattung einzureichen, sie bietet den Mitarbeitern weitere Services wie etwa eine Arztsuche oder Zugang zu Gesundheitscoaches. Gesundheitsratgeber und digitale Gesundheitsprogramme runden das Bild ab.

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