Der Online-Handel boomt: Immer mehr Waren und Produkte werden im Internet bestellt und durch Paketdienste ausgeliefert.. © Daniel Karmann / picture alliance / dpa
  • Von Manila Klafack
  • 29.05.2020 um 13:26
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Der Betrieb eines Online-Handels erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit. Die Corona-Krise hat der Branche noch einmal einen zusätzlichen Schub verliehen. Doch auch hier gibt es Risiken, die es abzusichern gilt. Dazu gehören neben Personen- und Sachschäden auch Vermögensschäden sowie Gefahren, die durch Cyber-Attacken entstehen können.

Der Jahresumsatz des Online-Giganten Amazon betrug 2019 weltweit knapp 281 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen über 22 Milliarden allein auf den deutschen Markt. Im Jahr 2010 lag der Gesamtumsatz noch bei 34,2 Milliarden, in Deutschland waren es 5,3 Milliarden US-Dollar. Nicht nur Amazon, sondern der gesamte Online-Handel wuchs im vergangenen Jahrzehnt enorm.

Online-Handel richtig absichern

Neben den klassischen Händlern, die ausschließlich im Internet aktiv sind, bauten auch Filialgeschäfte ihre Erreichbarkeit im Netz aus. Zudem eröffneten und eröffnen zahlreiche Gründer virtuelle Läden. Was aber gerade bei Neueinsteigern oft zu kurz kommt, ist ein ausreichender Versicherungsschutz.

Dabei ist gerade der Online-Handel mit vielfältigen Risiken verbunden. Man denke zum Beispiel an Hacker-Angriffe, über die Kundendaten gestohlen werden können, an einen Lagerbrand oder an Schäden, die durch die online verkauften Produkte selbst entstehen können. Allein ein Verstoß gegen den Datenschutz kann für ein Unternehmen schon existenzielle finanzielle Folgen haben.

Vier Versicherungen sind besonders wichtig

Letztlich weichen viele Bedrohungen für den Online-Handel nicht so sehr von Bedrohungen klassischer Unternehmen ab. Daher gelten ähnliche Regeln für den Versicherungsschutz.

Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt im Online-Handel vor den finanziellen Auswirkungen von Personen- und Sachschäden, die durch die Tätigkeiten selbst, aber auch durch den Verkauf von Produkten (Produkthaftpflichtversicherung) entstehen.

Ähnliches gilt für die Berufshaftpflichtversicherung. Sie leistet, wenn dem Kunden ein Vermögensschaden entstanden ist. Daher wird sie oft auch als Vermögensschadenhaftpflichtversicherung bezeichnet. Grundsätzlich gilt, Haftpflichtversicherungen prüfen vorab immer, ob der Anspruch des Geschädigten überhaupt gerechtfertigt ist. Sollte das nicht der Fall sein, agiert sie ähnlich wie eine Rechtsschutzversicherung und wehrt die Forderungen ab.

Die dritte Versicherung, die auch für Online-Geschäfte wichtig sein kann, ist die Inhaltsversicherung. Damit werden Schäden an der Einrichtung, von Waren und Lagerbeständen gegen Diebstahl sowie Feuer und Sturm abgesichert.

Als vierte im Bunde der Absicherungen kann die Cyber-Versicherung angesehen werden, da im Zuge der Digitalisierung zunehmend die Risiken durch Kriminelle bei Aktivitäten im Internet steigen. Ob Bedrohungen von außen durch Viren, Trojaner oder Phishing oder von innen heraus, weil Arbeitnehmer sich absichtlich oder versehentlich falsch verhalten – es gibt viele Faktoren, die das gesamte IT-System lahmlegen können.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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